Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Usedom Gedenkplatte erinnert an die Dichterin Pauline Scherping
Vorpommern Usedom Gedenkplatte erinnert an die Dichterin Pauline Scherping
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 03.05.2016
Zur Person von Pauline Scherping gab Arno Voigt (rechts stehend) vom Arbeitskreis Historischer Friedhof einige Erläuterungen. Quelle: Fotos: Tom Schröter

Das Lapidarium auf dem Alten Friedhof in Wolgast ist wieder um ein Mosaikstein reicher. In Anwesenheit mehrerer interessierter Wolgaster wurde die Anlage unweit der St. Gertrud-Kapelle jetzt um eine Grabplatte für die Wolgaster Heimatdichterin und Publizistin Pauline Scherping (1852-1932) ergänzt. „Ihr ursprünglicher, aus weißem Marmor bestehender Grabstein, der sich auf dem neuen Teil des Alten Friedhofes an der Feldstraße befand, ist nach der Wende auf unbekannte Weise verschwunden und leider entsorgt worden“, sagte Arno Voigt vom Arbeitskreis Historischer Friedhof.

Der Wolgaster Arbeitskreis Historischer Friedhof erweitert das Lapidarium Schritt für Schritt und bewahrt so die Erinnerung an Personen der Stadtgeschichte

Ihr ursprüng- licher Grabstein wurde leider entsorgt.“Arno Voigt, Arbeitskreis

Historischer Friedhof

Umso erfreulicher ist es, dass durch das Engagement der Steinmetzfirma Lada und der Sparkasse Vorpommern nun für Ersatz gesorgt und eine neue Grabplatte zum Gedenken an Pauline Scherping angefertigt werden konnte. „So konnte das Lapidarium weiter vervollständigt werden, um insgesamt dafür zu sorgen, dass Leute, die unsere Stadt mitgeprägt haben, nicht in Vergessenheit geraten“, erklärte Arno Voigt. Pauline Scherping, deren Mutter Pauline Kroß, geb. Runge, eine Tochter des Wolgaster Baumanns Gustav Runge, des jüngsten Bruders des Malers Philipp Otto Runge, war, hinterließ mehrere plattdeutsche Gedichte und Kurzerzählungen, die von tiefer Heimatliebe zeugen. Die Dichterin verstand es auf brillante Weise, Eindrücke aus ihrer Umgebung in der literarischen „kleinen Form“ so einzufangen und niederzuschreiben, dass der Leser die Begebenheiten sehr gut nachempfinden kann. Während der Gedenkveranstaltung auf dem Friedhof erinnerte Arno Voigt an Scherpings Gedicht zur Einweihung des Wolgaster Gefallenen- Denkmals 1925 und an ihren 1927 erschienenen Gedichteband „Wat sall ick pultern“.

Weitere Grabsteine sollen Aufnahme ins Lapidarium finden, damit sie nicht verloren gehen. Zuletzt wurden bereits jene unter anderem des Getreidehändlers Bentzien, des Rohrwebers Mohn und des Lehrers Haase quasi in letzter Minute vor dem Schreddern bewahrt. Mit regelmäßigen Ausstellungen in der St. Petri-Kirche und am Totensonntag in der St. Gertrud-Kapelle erinnern die Mitglieder des Arbeitskreises an diese und weitere Persönlichkeiten der Stadtgeschichte, deren Biografien mit großem Aufwand und Leidenschaft erforscht wurden und werden.

Von Tom Schröter

In Swinemünde gilt wieder gebührenpflichtiges Parken. Die Regelung gilt für das Straßen-Viereck: Slowackiego-Chrobrego- Uzdrowiskowej- Zeromskiego-Malachowskiego ...

03.05.2016

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt fördert ein Projekt zwischen Karlshagen und Peenemünde / Tafeln sollen Besucher nicht vom Weg abbringen

03.05.2016

Mehr als 600 Besucher strömten am vergangenen Sonntag zur diesjährigen Saisoneröffnung in den Wolgaster Familientierpark.

03.05.2016
Anzeige