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Usedom Gelebte Nachbarschaft: Frauen feiern Geburtstag
Vorpommern Usedom Gelebte Nachbarschaft: Frauen feiern Geburtstag
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00:00 19.05.2016

Das Deutsch-Polnische Frauen-Forum (DPFF) wird 20 Jahre alt. Anlässlich dieses Ereignisses lädt der internationale Verein am kommenden Sonnabend zu einer Jubiläumsveranstaltung ein. Ab 11 Uhr wird in den Räumlichkeiten des Ahlbecker Jugendferienparkes, Dünenstraße 2, gefeiert. Gesang, Violinenklänge und ein Grillimbiss warten auf die Gäste.

Das DPFF hat guten Grund zum Feiern. Nach der Gründung am 30. März 1996 in Zinnowitz traten bereits 57 Frauen dem Verein bei, der seitdem von Käthe Falk geführt wird. Bereits zur Gründungszeit zeichnete sich eine Änderung der Grenzen innerhalb Europas ab. Spätestens mit dem Beitritt Polens zur Europäischen Union (EU) und der nachfolgenden Grenzöffnung (Schengen-Vertrag) wurden zwar grundlegende internationale Verträge in Sachen Wirtschaft, Kultur und Tourismus geschlossen, jedoch ein gesellschaftlich wichtiger Aspekt vernachlässigt: Wie soll sich das Leben der benachbarten Menschen, insbesondere der Frauen dies- und jenseits der nun offenen deutsch-polnischen Grenze hier auf Usedom entwickeln? Dies war der damalige Ansatz zur Vereinsarbeit und auch der des polnischen Schwesternvereins Polsko-Niemieckie Forum Kobiet Euroregionu Pomerania (PDFF), der wenig später, im Oktober 1997, in Swinemünde auf der polnischen Seite Usedoms gegründet wurde.

Das Ziel beider Vereine ist nach wie vor die Entwicklung gut nachbarlicher Beziehungen insbesondere zwischen polnischen und deutschen Frauen bzw. deren Familien. Die Mitglieder wollen Verständnis und Toleranz fördern, gemeinsame Probleme der Mädchen und Frauen in der Usedomer Grenzregion erkennen und lösen helfen. Ein weiterer Aspekt ist, zur tatsächlichen Gleichstellung von Mann und Frau in Deutschland und Polen beizutragen.

Dabei bildet der direkte persönliche und menschliche Kontakt von Polen und Deutschen das Nonplusultra der gemeinsamen Vereinsarbeit. Dies erfolgt auf mannigfaltige Art und Weise: Es beginnt beim gemeinsamen Kaffeetrinken in Swinemünde oder Warnemünde, geht über Sprachkurse, Exkursionen, Radtouren, Präsentationen, Konzertbesuche bis hin zum Walken am gemeinsamen Strand.

Zwei der Förderer des internationalen Vereins, die Friedrich-Ebert-Stiftung oder die Stefan-Báthory-Stiftung, schließen die Bildung als einen weiteren Aspekt mit ein. Gemeinsame Tagungen zu aktuellen Themen an Orten dies- und jenseits der Grenze haben die Mitglieder nicht nur klüger gemacht. Während dieser Veranstaltungen ist zudem immer genügend Zeit vorhanden, sich einander persönlich näher zu kommen.

Stefan Brümmer

OZ

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