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Gesunde Mischung vom Reha-Verbund

Heringsdorf Gesunde Mischung vom Reha-Verbund

Acht Kurkliniken und das Kreiskrankenhaus präsentieren sich auf dem 10. Usedomer Gesundheitstag

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Die Diätassistentinnen Yvonne Sdunek (l.) und Sandra Tessmer ließen die Besucher des Gesundheitstages verschiedene vegetarische Aufstriche probieren. Fotos (3): Dietmar Pühler

Heringsdorf. „Ich hätte 2006 nie gedacht, dass das was wird“, gesteht Hans-Erwin Glanz vom Reha-Zentrum Ückeritz beim 10. Usedomer Gesundheitstag auf dem Heringsdorfer Konzertplatz. Der Geschäftsführer der Klinik Ostseeblick hatte bereits 1995 einen ersten Versuch unternommen, alle Usedomer Reha-Kliniken unter einen Hut zu bekommen, doch das scheiterte, da es „zu viele Betonköppe“ gab, wie es Glanz ausdrückte.

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Acht Kurkliniken und das Kreiskrankenhaus präsentieren sich auf dem 10. Usedomer Gesundheitstag

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„Gesundheit & Vitalität – Usedom zeigt, wie es geht!“Motto des Usedomer Gesundheitstages

Heute sieht das anders aus. „Diese Kontinuität zeigt, dass es die Reha-Kliniken und das Kreiskrankenhaus Wolgast trotz unterschiedlicher Trägerschaft gemeinsam mit unseren Partnern, dem Eigenbetrieb Kaiserbäder und der Usedom Tourismus GmbH, geschafft haben, geschlossen das beeindruckende Gesundheits- und Präventionspotenzial der Insel als zweites Standbein zum Tourismus zu präsentieren und in ihrer Arbeit umzusetzen“, fasste Glanz zusammen.

Nun konnte er mit den acht beteiligten Rehakliniken in Trassenheide, Kölpinsee, Ückeritz, Heringsdorf und Ahlbeck sowie dem Kreiskrankenhaus Wolgast das zehnjährige Jubiläum feiern, frei nach dem Motto des Reha-Verbundes: „Gesundheit & Vitalität – Usedom zeigt, wie es geht!“

Zum Beispiel in Sachen Ernährung. Hier leistet die Arbeitsgruppe „Ernährung“ des Reha-Verbundes seit vielen Jahren eine tolle Arbeit. Jährlich geben die Diätassistentinnen der Kliniken eine Broschüre zum Gesundheitstag heraus mit vielen guten Tipps für eine gesunde Ernährung inklusive Rezeptideen und kleinen Kostproben. Am Samstag präsentierten sie leckere Rote-Bete-, Tomate-Feta- Frischkäse- und Grünkernaufstriche zum Probieren.

Yvonne Sdunek vom Reha-Zentrum Ückeritz und Sandra Tessmer von der Rehaklinik Ahlbeck werben dafür, diese vegetarischen oder veganen Aufstriche frisch herzustellen. Der zeitliche Aufwand sei gar nicht so groß, wie man denke. Gleichzeitig raten sie von diversen vegetarischen Fleisch-Ersatzprodukten ab, da sie oftmals Geschmacksverstärker, Zusatzstoffe, gesättigte Fettsäuren und viel Salz enthalten würden. „Je weniger Zusatzstoffe draufstehen, desto besser sind die Produkte für unsere Ernährung geeignet“, sagt Yvonne Sdunek.

Immerhin haben es die Ernährungsfachkräfte in der Ückeritzer Klinik Ostseeblick geschafft, mittwochs einen komplett fleisch- und wurstfreien Tag zu etablieren. „Wir haben offene Ohren gefunden“, freut sich Yvonne Sdunek. Im Speisesaal hängt zudem ein Aufklärungszettel mit Umweltinfos bezüglich unseres Fleischkonsums. Denn der ist mitverantwortlich dafür, dass in tropischen Ländern riesige Flächen Regenwald abgeholzt werden, um dort Soja als Tierfutter anzubauen.

Insgesamt beteiligten sich 22 Aussteller, darunter Betriebe aus der Gesundheitswirtschaft und Selbsthilfegruppen, am Gesundheitstag. Stefan Schmidt von der Reha-Klinik Usedom in Heringsdorf warb für die Jodsole, die, außer in der Ostsee-Therme, nur in seiner Einrichtung eingesetzt wird. Bei Neurodermitis sind medizinische Bäder in Jodsole angezeigt. Getrunken wirkt verdünnte Jodsole schleimlösend. Sie rege zudem den Stoffwechsel an und steigere das allgemeine Wohlbefinden. Sophie Stein, Physiotherapeutin in der Rehaklinik Usedom, war privat beim Gesundheitstag. „Ich finde es gut, dass er jährlich stattfindet und dass die Angebote der Kliniken dargestellt werden“, sagt die junge Usedomerin. Gerade für die Touristen sei es wichtig, dass sie die Insel Usedom anders kennenlernten, mit acht Rehakliniken für die unterschiedlichsten Krankheitsbilder.

Bei einem Rundgang ließen sich der Schirmherr, Wirtschaftsminister Harry Glawe, der Bundestagsabgeordnete Matthias Lietz (beide CDU), die Landtagsabgeordnete Jeannine Rösler, Landrätin Dr. Barbara Syrbe (beide Die Linke), Bürgermeister Lars Petersen und Süd- Amtsvorsteher Karl-Heinz Schröder (beide CDU) das Leistungsspektrum der Aussteller erläutern. Laut Glawe prägt die Gesundheitswirtschaft unser Land. Hier seien 136600 Menschen beschäftigt und mit 5,1 Milliarden Euro erwirtschaften sie 14,6 Prozent der Bruttowertschöpfung des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Dietmar Pühler

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