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Glawe: Krankenhaus kein Wahlkampfthema!

Wolgast Glawe: Krankenhaus kein Wahlkampfthema!

CDU-Kreistagspräsident Michael Sack und Geschäftsführerin Marie Le Claire zum Gespräch im Ministerium

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Februar 2017: MV-Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) im Gespräch mit Vertreterinnen der Bürgerinitiative zum Erhalt der Kinderstation am Kreiskrankenhaus Wolgast. Die Modelllösung „Portalpraxisklinik“ nahm da bereits erste Züge an.

Quelle: Foto: Stefan Sauer

Wolgast. Für eine Versachlichung der neu entfachten Debatte um die Zukunft des Kreiskrankenhauses hat sich Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) ausgesprochen. Auf Bitten der Unimedizin Greifswald und KKH-Geschäftsführerin Marie le Claire hat es dazu am vergangenen Freitag eine anderthalbstündige Unterredung im Schweriner Ministerium gegeben.

Daran nahmen neben den Genannten auch Kreistagspräsident Michael Sack, Vize-Landrat Jörg Hasselmann und Kreisfinanzdezernent Dietger Wille (alle CDU) teil. Der Hintergrund: Sack, der gern neuer Landrat von Vorpommern-Greifswald werden möchte, hatte sich auf dem Wolgaster Neujahrsempfang öffentlich dafür ausgesprochen, die Klinik „wieder näher zum Kreis“ holen zu wollen. Später war sogar von einem Rückkauf die Rede (die OZ berichtete). Das hatte parteiübergreifend, aber auch unionsintern für einen Aufschrei gesorgt, ganz nach dem Motto: Aus dem leidgeprüften Krankenhaus dürfe auf keinen Fall erneut ein Wahlkampfthema gemacht werden.

Dies hat jetzt offenbar auch Glawe nochmals klargestellt. Auf Anfrage bestätigte er gestern, der Runde eindringlich verdeutlicht zu haben, dass weitere Investitionen bevorstünden; etwa acht

Millionen Euro für eine neue Notaufnahme und eine weitere Million für ein Ärztehaus bzw. Medizinisches Versorgungszentrum. Außerdem werden aus Vier-Bett-Zimmern Ein- und Zwei-Bett-Zimmer mit Nasszellen. Nachbesetzt würde in Kürze die Chefarztstelle in der Chirurgie. All das, verbunden mit den geplanten 25 Millionen Euro für das Anklamer Krankenhaus, zeige, wie ernst es der Landesregierung damit sei, die kleinen Krankenhäuser in Vorpommern zu erhalten. „Im übrigen gibt es keine Situation, etwa einer wirtschaftlich extremen Schieflage, die es begründen würde, dass das KKH wieder an den Gewährsträger Landkreis zurückfallen würde“, erläuterte Glawe weiter.

Steffen Adler

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