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Usedom „Glück ist nicht Zufriedenheit“
Vorpommern Usedom „Glück ist nicht Zufriedenheit“
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00:01 28.10.2017
Greifswald

Er hat es wieder getan: Prof. Christof Kessler hat sein drittes Buch herausgebracht. Der bekannte Greifswalder Neurologe schreibt diesmal nicht über außergewöhnliche Fälle aus seinem Fachgebiet, sondern erläutert auf interessante und unterhaltsame Weise, wie Glück im Gehirn entsteht. Sein neues Werk heißt deshalb auch „Glücksgefühle“.

Christof Kessler Quelle: Foto: P. Binder

„Es ist eine Mischung aus wissenschaftlichen Erkenntnissen und Fallbeispielen. Es ist zwar ein Sachbuch, aber definitiv kein kompliziertes wissenschaftliches Werk und kann von normalen Lesern gut verstanden werden“, sagt Christof Kessler. Während Neurologen meist über Hirnerkrankungen schreiben und Psychologen über seelische Vorgänge, wollte er über die Gefühle und das Gehirn schreiben.

Kessler erklärt: Man könne trunken sein vor Glück, wenn man sein neugeborenes Baby im Arm hält oder sich das Ja-Wort gibt oder einen Halbmarathon gewinnt. In diesen besonderen Glücksmomenten geschehe etwas Besonderes, das sich tief ins Gehirn eingrabe. „Doch was spielt sich da im Gehirn ab, in der Welt von 80 Milliarden Neuronen im Kopf? Gibt es ein Glückszentrum? Und unterscheiden sich die Gehirne von Männern und Frauen beim Glücksempfinden?“, fragt er. Um all das gut verständlich seiner Leserschaft zu erklären, habe er viele wissenschaftliche Studien gelesen und seine eigene langjährige Praxiserfahrung reflektiert.

Christof Kessler trägt neueste Erkenntnisse der Neurowissenschaften und der Neuropsychologie zusammen und zeigt, dass es ein spezielles Zentrum im Gehirn für Glück gibt. Der Leser erfährt auch, wie es stimuliert wird und welche Hormone wann ausgeschüttet werden. „Ich zeige auf, wie Ehrgeiz und Motivation entstehen, indem man Erfolgsgefühle immer wieder erleben möchte, aber auch, wie dicht das alles an der Grenze zur Sucht liegt“, erläutert der Autor. So berichtet sein Buch von glücklichen und von unglücklichen Menschen. Er behandelt auch die Frage, ob Glück vererbbar ist, ob reiche Menschen glücklicher sind und ob Melancholie eine Voraussetzung für Kreativität ist.

Lesung in Wolgast: 23. November, 19.30 Uhr, Buchhandlung Henze, Eintritt 8 Euro, Vorverkauf ebenda.

OZ

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