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Usedom Gnitzer Südspitze nun eingezäunt
Vorpommern Usedom Gnitzer Südspitze nun eingezäunt
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00:00 11.10.2018
Spaziergänger beobachten gestern die neue Zaunanlage an der Südspitze des Gnitzes. Quelle: Foto: Hannes Ewert
Neuendorf/Lütow

„Na nu, hier war doch noch nie ein Zaun“, sagte gestern eine junge Frau verdutzt, als sie mit ihrer Familie einen Spaziergang durch das Naturschutzgebiet an der Südspitze des Gnitzes unternahm. Sie schüttelt mit dem Kopf. Aber Recht hat sie, denn der Zaun steht an dieser Stelle erst seit Kurzen. Im kommenden Jahr sollen in dem Naturschutzgebiet an der Südspitze des Gnitzes Schafe leben. Um die rund 150 Tiere vor dem Wolf zu schützen, wurde nun dieser Zaun errichtet. Er ist etwa kopfhoch und an der Spitze soll ein mit Strom geladenes Kabel die Wölfe davon abhalten, in die abgesperrte Fläche zu gehen.

Inhaber der 24 Hektar großen Flächen ist das Land Mecklenburg-Vorpommern, genauer gesagt die Stiftung Umwelt- und Naturschutz. Wie Projektleiter Kai Paulig gestern auf OZ-Nachfrage erklärte, sind die Maßnahmen für die rund vier Kilometer lange Umzäunung so gut wie abgeschlossen. „Usedom ist kein typisches Wolfsgebiet, aber in der Region wird er hin und wieder gesehen. Gerade erst wurde einer vom Auto überfahren“, erklärt er. Um die Schafe vor dem Wolf zu schützen, wurde der Zahn gebaut.

Fast die komplette Südspitze des Gnitzes wurde nun eingezäunt. Ausgenommen wurde allerdings das Wasser. „Die Wanderungen rund um das Naturschutzgebiet sind dennoch möglich“, so Paulig. Unter anderem sollen noch drei verschiedene Tore installiert werden, durch die die Besucher gehen können. „Es kommen auch drei Informations-Tafeln hinzu, die das Projekt auf dem Gnitz erklären“, so Paulig.

Auch die Baumbestände wurden und werden durch beauftragte Firmen grundlegend bearbeitet. „Das Unterholz muss entfernt werden, damit die Tiere vernünftig leben können“, erklärt er. Heißt, es wird durchgeforstet.

Für die Haltung der Tiere wurde ein Weidekonzept angefertigt. „Die Tiere werden erst kommen, wenn die Blütezeit auf einigen Rasenflächen abgeschlossen ist. An vielen Orten besteht der Magerrasen, welcher sehr blüten- und artenreich sein kann. Sonst würden sich die Schafe am blühenden Rasen zu schaffen machen“, so Paulig.

Der Projektleiter ist froh, dass die Kritik aus der Bevölkerung an dem Projekt bislang relativ gering ausgefallen ist. „Ja, die Besucher schauen bei dem Zaun zunächst etwas skeptisch, aber wenn man ihnen erklärte, was dort passiert, hatten sie Verständnis“, erklärt er.

Die Bewirtschaftung der Biotope und Habitate auf dem südlichen Gnitz wird finanziert von der Europäischen Union aus dem Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raumes und kostet rund 140 000 Euro. Das Förderprojekt trägt den Namen „Nicht produktive Investitionen zur Verwirklichung von Umwelt- und Klimazielen“.

Hannes Ewert

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