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Usedom Greifswald: Grüne Woche dauert sieben Stunden
Vorpommern Usedom Greifswald: Grüne Woche dauert sieben Stunden
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00:00 13.10.2016

Wurstspezialitäten aus Wasserbüffel, Chutneys aus Wildobst oder vegane Fertigprodukte aus dem Automaten: In Vorpommern werden allerhand ausgefallene Lebensmittel hergestellt. Das Gros machen aber herkömmliche Produkte aus, etwa Fisch-, Fleisch- oder Milchprodukte sowie Obst und Gemüse. Die Wirtschaftsfördergesellschaft in Vorpommern (WFG) will all das abbilden, Hersteller, Großabnehmer und Endverbraucher zusammenbringen.

Dafür hat sie in Zusammenarbeit mit der Stadt Greifswald, den Landkreisen Vorpommern-Greifswald und Vorpommern-Rügen sowie dem Rügen Produkte Verein eine Messe auf die Beine gestellt. „Wir wollen den Akteuren ermöglichen, Kontakte zu knüpfen“, sagt Simone Kagemann von der WFG. Die „Regionalproduktemesse“ solle wie bereits bei einer vergleichbaren Veranstaltung auf Rügen üblich sowohl Fachpublikum als auch „normale“ Interessierte anlocken. 30 Aussteller werden sich und ihre Waren am kommenden Mittwoch im Pommerschen Landesmuseum präsentieren. Essen und Trinken stehen im Mittelpunkt. Aus Greifswald und der Umgebung sind drei Aussteller dabei. Einer von ihnen ist Greifen-Fleisch. „Wir sind ein regionaler Produzent und müssen Präsenz zeigen“, sagt Geschäftsführer Bernd Dittmann. „Der Heimatmarkt ist unsere Stärke.“ Er sagt aber auch: „Mehr geht immer.“ Auf zwei mal drei Metern Standfläche werden auch die beim Förderverein des Naturerlebnispark Gristow angesiedelten „Landfrugens Wilde Früchtchen“ ihre Produkte zeigen: Fruchtaufstriche, Essigvariationen und Wildobst-Chutneys. „Kornelkirsche, Aronia, Mispel“, listet Angelika Westphal Hauptzutaten auf. Auch wenn die Nachfrage wächst, mit dem Messeauftritt wolle sie weniger auf die Suche nach Großkunden gehen. Eher sollten die Wildobstsorten bekannter werden.

Ziel der Messe sei es, die „regionale Wertschöpfungskette“ zu stärken, sagt Steffen Piechullek, der bei der WFG mit der Organisation betraut ist. Der Meinung ist auch Greifswalds Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne). „Ein Teil des Geldes, das wir für Nahrung ausgeben, sollte auch in unserer Region bleiben.“ Das die erste Messe in Greifswald stattfinde, freue ihn besonders.

Möglicherweise ist es aber auch erstmal die letzte. Die Flächen für die 30 Aussteller waren schnell vergeben. Gut möglich, dass die Messe künftig auf Wanderschaft geht.

Regionalmesse: 19. Oktober, 10 bis 17 Uhr, Pommersches Landesmuseum Greifswald, Eintritt frei

Kai Lachmann

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