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Usedom Greifswald baut eine neue Grundschule
Vorpommern Usedom Greifswald baut eine neue Grundschule
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00:00 08.10.2016

In der Hansestadt Greifswald wird eine neue Grundschule gebaut. Das hat die Bürgerschaft am Donnerstagabend einstimmig beschlossen. Die Verwaltung beginnt ab sofort die Planungen für die Errichtung des Gebäudes in der Verlängerten Scharnhorststraße. Die Verwaltung rechnet mit einer Eröffnung zum Schuljahr 2020/21.

Einige Bürgerschaftsmitglieder äußerten während der Sitzung erneut Unverständnis, warum die Schule nicht schneller entstehen kann. Wegen der wachsenden Schülerzahlen ist der Bedarf bereits ein Jahr früher da. Bausenator Jörg Hochheim (CDU) erklärt: „Wir müssen zunächst einen Bebauungsplan auf den Weg bringen.“ Das Prozedere sei mit verschiedenen Umweltberichten und Fachgutachten verbunden, Behörden und Nachbargemeinden müssen beteiligt werden. „Ich rechne im zweiten Quartal 2019 mit einer Genehmigung“, sagt Hochheim. Als reine Bauzeit ist ein Jahr vorgesehen. Fest mit einem Datum vor 2020 zu planen, sei nicht möglich.

Die neue Schule soll ersten Schätzungen zufolge zehn bis zwölf Millionen Euro kosten, zweizügig werden und mit einer Einfeldsporthalle ausgestattet sein. „Es gibt großes Interesse von Sportvereinen, die Halle mitzunutzen“, freut sich Bürgerschaftsmitglied Peter Multhauf (Linke) über die Zusage einer solchen Halle. Ob es für den Schulneubau eine Förderungen vom Land geben könnte, ist noch nicht klar. Es gebe zwar Ideen innerhalb im Aufbau befindlichen Landesregierung. Ob und wann das Programm kommt, steht jedoch nicht fest. „Es wäre schön, wenn es Fördermittel vom Land gibt. Das Tempo darf sich jedoch nicht verlangsamen. Falls das Land noch nicht so weit ist, sollten wir ohne Fördermittel bauen“, sagt SPD-Bürgerschaftsmitglied Erik von Malottki.

Einzugsgebiet für die neue Schule sollen vor allem die Kinder in der Stadtrandsiedlung sein. Diese besuchen aktuell größtenteils die Kollwitzschule. Die Einrichtung in der Friedrich-Loeffler-Straße platzt längst aus allen Nähten. „Ab 2019 wird das neue Wohngebiet in der Hafenstraße bebaut. Die Kinder, die dort leben werden, können dann in der Kollwitzschule lernen“, erklärt Hochheim. Auch in Schönwalde I sollen die Schülerzahlen künftig steigen, wie Hochheim mitteilt. Deswegen soll auf dem Gelände der Weinertschule ein Hortanbau entstehen. Dadurch steigen einerseits die Kapazitäten bei der Nachmittagsbetreuung beim Träger, dem Institut Lernen und Leben. Durch den Auszug aus den jetzigen Räumen im Schulgebäude stehen dann außerdem mehr Räume für den Unterricht zur Verfügung.

Was den Standort Scharnhorststraße angeht, gibt es auch Bedenken. Deswegen sprachen sich mehrere Bürgerschaftsmitglieder dafür aus, Alternativen im Blick zu behalten. Unter anderem gilt der Baugrund als sehr feucht. „Es ist möglich, dass bei den Untersuchungen rauskommt, dass der Standort nicht geeignet ist. Um das herauszufinden, müssen wir aber erstmal anfangen“, argumentiert Multhauf.

Die Verwaltung hatte zunächst auch die Förderschule Pestalozzi und die Berufsschule in der Beimlerstraße als Optionen geprüft. In beiden Fällen ist nicht bekannt, ob sie demnächst frei werden.

Katharina Degrassi

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