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Greifswald bleibt die Hochburg der Fahrraddiebe

Greifswald Greifswald bleibt die Hochburg der Fahrraddiebe

In der Stadt ereigneten sich im vergangenen Jahr 5385 Straftaten. Das ist statistisch gesehen Mittelfeld. Allerdings werden viele Fälle nicht aufgeklärt.

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Ein codiertes Fahrrad schreckt Diebe durchaus ab.“Gunnar Mächler, Polizeichef in Anklam

Greifswald. In der Hansestadt stieg die Zahl der gestohlenen Räder im vergangenen Jahr von 908 auf 964. Damit bleibt die Greifswald auch weiterhin die Hochburg der Fahrraddiebe in Vorpommern. Nirgendwo sonst im Landkreis Vorpommern-Greifswald ließen Langfinger einen Drahtesel so oft mitgehen wie in der Universitäts- und Hansestadt. 964 Fahrräder wurden gestohlen. Im Landkreis waren es insgesamt 1833 Räder. Damit ging im Bereich der Polizeiinspektion Anklam die Zahl der gestohlenen Fahrräder insgesamt sogar zurück (2011: 2077 Fälle).

In Greifswald besteht das Phänomen der vielen Fahrraddiebe schon seit sehr vielen Jahren, wie ein Blick in die jährlichen Kriminalstatistiken beweist. Das weiß auch Polizeichef Gunnar Mächler. „Die Aufklärungsquote ist sehr niedrig. Lediglich 157 Tatverdächtige, denen der Diebstahl eines Fahrrads vorgeworfen wird, konnten im vergangenen Jahr im Landkreis Vorpommern-Greifswald gefasst werden“, macht er deutlich. Leider würden immer noch viele Fahrradbesitzer nur ungenügend auf die Sicherheit ihrer Drahtesel achten. „Codieren ist dabei eine hilfreiche Möglichkeit“, betont Mächler.

Bei allen anderen Straftaten — vom Kfz-Diebstahl über den Wohnungseinbruch bis hin zum Handtaschenraub — liegt Greifswald bei den Fallzahlen im Mittelfeld. Im letzten Jahr wurden insgesamt 5385 Straftaten registriert. Im Jahr zuvor waren es 5777, und in den Jahren 2008 bis 2010 waren es durchschnittlich sogar immer um die 6300 Straftaten, die in Greifswald verübt wurden. Doch nicht nur in der Hansestadt, auch im Landkreis Vorpommern-Greifswald insgesamt mussten 2012 weniger Straftaten erfasst werden. Laut Mächler waren es im Jahr 2012 17 663 Fälle, das sind 1000 weniger als noch im Jahr 2011. Der Rückgang beträgt sechs Prozent. Lediglich in den Bereichen der Polizeireviere Wolgast und Anklam wurden jeweils rund 100 Straftaten mehr registriert.

Die Aufklärungsquote liegt im Bereich der Polizeiinspektion Anklam bei 55,9 Prozent. Sie hat sich damit im Vergleich zum Jahr 2011 geringfügig verbessert. Insgesamt wurden 6726 Tatverdächtige ermittelt, knapp elf Prozent davon waren nichtdeutsche Täter.

Nach Aussage des Polizeichefs sind vor allem Diebstähle weniger geworden (-10,1 Prozent). Das werde auf der Insel Usedom deutlich. „Da haben wir im vorigen Jahr die Polizeipräsenz deutlich erhöht.

Seitdem gibt es vor allem in den Kaiserbädern viel weniger Diebstähle“, sagt Mächler.

Zurückgegangen ist auch die Straßenkriminalität. Dazu gehören Raubdelikte und Sachbeschädigungen an Autos. Außerdem seien die Menschen wachsamer geworden. „Dadurch konnten wir die Aufklärungsquote um fünf Prozent steigern. Allerdings gebe es für viele Straftaten auch keine Zeugenhinweise, so dass sich die Ermittlungen schwierig gestalten würden.

Leicht angestiegen sind im Landkreis die Gewaltdelikte. 2012 wurden insgesamt 562 Fälle gezählt. „In diesem Bereich ist die Aufklärungsquote sehr hoch, bei über vier Fünftel der Fälle kriegen wir den oder die Täter“, so Mächler.

Im Jahr 2012 gab es im Bereich der Polizeiinspektion Anklam einen Mord. Dieser ereignete sich Anfang 2012 in Wusterhusen und wurde aufgeklärt. Der Täter ist bereits rechtskräftig verurteilt.

Weniger Straftaten

5385 Straftaten wurden
im vergangenen Jahr

in Greifswald registriert. Das sind

400 weniger als noch im Jahr zuvor. Von 2008 bis 2010 lag die Zahl der Straftaten immer bei 6300.

964 Fahrräder haben Diebe im letzten Jahr allein in Greifswald gestohlen. Das sind 56 mehr als 2011. Die Stadt gilt deshalb weiterhin als Hochburg der Fahrraddiebe.

Cornelia Meerkatz

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