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Usedom Große Ehre für zwei Karlshagener
Vorpommern Usedom Große Ehre für zwei Karlshagener
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00:00 16.04.2016
Sonja Paul während der Eintragung ins „Goldene Buch“ mit Bürgermeister Christian Höhn. Quelle: Fotos: Dietrich Butenschön
Karlshagen

Schulleiterin Marlies Schönberg war die Erste, die sich ins „Goldene Buch“ der Gemeinde Karlshagen eintragen durfte. Seit 2011 würdigt die Kommune damit die Leistungen von Karlshagener Bürgerinnen und Bürger, die sich in verschiedener Weise um ihren Heimatort verdient gemacht haben. Bemerkenswert ist, dass die Vorschläge zuvor unter anderem im Amtsblatt des Amtes Usedom-Nord veröffentlicht werden, um den Einwohnern Gelegenheit zu geben, sich dazu zu äußern.

Wurde am Donnerstagabend geehrt: Otto Kerstan (78)

Er ist nicht immer bequem, aber ehrlich

und gerecht.“Abgeordneter Ralf Saß über Otto Kerstan

In diesem Jahr kommen nun weitere Eintragungen ins „Goldene Buch“ dazu: Otto Kerstan (78) und Sonja Paul (87) schrieben sich am Donnerstagabend ein.

Ralf Saß, der für die Partei „Die Linke“ im Karlshagener Gemeindeparlament sitzt, hat Otto Kerstan für die Eintragung vorgeschlagen. In seiner Begründung heißt es: „Seit der Wende gehörte Herr Kerstan zur ersten frei gewählten Gemeindevertretung. Er war von 1994 bis 2009 stellvertretender Bürgermeister. In dieser Zeit wirkte er an maßgeblichen Entscheidungen mit, die heute unseren Ort prägen und ihm das Profil eines Ostseebades gaben.“

Genannt wurden zudem Otto Kerstans Beiträge zur Gründung der Mietergenossenschaft, zum Erhalt des Ehrenmals am Ortseingang oder zum Aufbau des Naturschutzhauses in Verbindung mit der Gründung des Vereins „Naturschutzzentrum Insel Usedom“, der das Haus heute noch betreue.

Otto Kerstan, so Ralf Saß, sei in seiner Zeit als Gemeindevertreter stets ein streitbarer Geist gewesen, „nicht immer bequem, aber ehrlich und gerecht“. Er sei sich frühzeitig der Potenziale des Ortes bewusst gewesen und habe dessen heutiges Aussehen durch seine Entscheidungen wesentlich mitgeprägt. Bürgermeister Christian Höhn (Initiative für Karlshagen) ergänzte diese Laudatio mit dem Hinweis darauf, dass Otto Kerstan sein umfangreiches Fachwissen als Imker seit einiger Zeit an junge Leute in einer Arbeitsgemeinschaft weitergebe.

Seit Sonja Paul 1956 ihren Dienst an der Karlshagener Schule begonnen hat, hatte sie mehrere Schülergenerationen in ihrer Obhut. Dass ihre ehemaligen Schützlinge sich heute noch gern an sie erinnern, kommt wohl auch darin zum Ausdruck, dass Siegfried Krause, für die Initiative für Karlshagen in der Gemeindevertretung aktiv, vorgeschlagen hat, sie ins „Goldene Buch“ einzutragen.

In den Mittelpunkt seiner Begründung stellt Krause das langjährige Wirken Sonja Pauls seit Ende der 1960er Jahre in den Reihen der Jagdhornbläser. Als deren Leiter, ein Peenemünder Militärmusiker, versetzt wurde, übernahm sie die Gruppe. Siegfried Krause: „Mit Ehrgeiz und Zielstrebigkeit, aber auch mit dem Geschick einer Pädagogin gelang es ihr mit Engagement und Leidenschaft bis heute 86 Kinder und Jugendliche auszubilden und ihre Liebe zur Musik zu entfachen.“ Vier von ihnen hätten sich zu Berufsmusikern qualifiziert, zwölf seien noch heute in Jagdhornbläsergruppen aktiv. Als erwähnenswert sieht Krause auch die Mitwirkung Sonja Pauls an einem vom Landes-Jagdverein herausgegebenen Lehrbuch für Kinder an, für das sie Illustrationen beisteuerte. Noch heute ist sie mit der Jagdhornbläsergruppe Insel Usedom zu Auftritten unterwegs.

Von Dietrich Butenschön

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