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Große Frischekur für Heimatmuseum

Freest Große Frischekur für Heimatmuseum

Das Dach des früheren Freester Zollhauses erhält eine neue Biberschwanz-Deckung / Auch Fenster, Türen und Fassade werden erneuert / Die EU fördert die Investition

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Axel Howe von der Karriner Firma Windjäger bereitet in einer Stube am Giebel den Einbau des nächsten Fensterrahmens vor.

Freest. Nach 80 Jahren erhält das Gebäude des Heimatmuseums in Freest erstmals eine neue Dachhaut. Die alten Biberschwänze hatten ausgedient, waren morsch geworden und drohten stellenweise schon, vom Dach zu fallen. Vor drei Wochen haben Mitarbeiter der Steingens Bau GmbH aus Anklam mit der Erneuerung des Daches begonnen. Der Großteil ihrer Arbeit ist inzwischen erledigt. Auch die beiden Fledermausgauben, die sich auf der zum Museumshof gerichteten Dachseite befinden, kommen nun wieder gut zur Geltung.

OZ-Bild

Das Dach des früheren Freester Zollhauses erhält eine neue Biberschwanz-Deckung / Auch Fenster, Türen und Fassade werden erneuert / Die EU fördert die Investition

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„Insgesamt verlegen wir auf dem Gebäude 26 Tonnen Biberschwänze“, berichtet Dachdecker Enrico Morgenstern. „Wenn das Wetter mitspielt, könnten wir bis Ende nächster Woche fertig werden.“

Während sich die Dachdecker nunmehr der Dachseite in Richtung Oberreihe widmen, sind Mitarbeiter der Firma Windjäger im Hausinneren dabei, sämtliche Fenster gegen neue auszutauschen. „Die Handwerker arbeiten sehr gut und gehen behutsam vor“, meint Andrea Generalczyk, Leiterin des Heimatmuseums. „Beim Austausch der Fenster entstehen kaum Schäden.“ Daher könne das am Ortsausgang in Richtung Spandowerhagen gelegene Museum auch während der Sanierungsphase für interessierte Besucher offen gehalten werden.

Jährlich finden sich in dem Museum, das sieben Räume für Dauerausstellungen sowie Räume für Wechselausstellungen und Vorträge umfasst, gut 1000 Gäste ein, wobei es sich zumeist um Touristen sowie Patienten aus Usedomer Reha- Einrichtungen handelt. „Für die Reha-Klinik Trassenheide zum Beispiel sind wir regelmäßig ein beliebtes Ausflugsziel“, berichtet Andrea Generalczyk. Die liebevoll drapierten Ausstellungsstücke zeugen von der Entwicklung des Fischerdorfes und früheren Ostseebades. Die Gäste tauchen in Uromas Zeiten ein, wenn sie etwa ein altertümlich eingerichtetes Wohnzimmer sowie eine Küche, ein Schlafzimmer und ein Schulzimmer besuchen. Alle Exponate, zu denen diverse Bekleidungsstücke, Puppen und Puppenwagen, Handwerkszeug sowie die Einrichtungsgegenstände in einem alten Nähstübchen und einer Frisierstube zählen, sind Sachspenden von Bewohnern aus Freest und Umgebung. Den größten Schatz des Museums stellen die etwa 60 originalen Freester Fischerteppiche dar, für die das Fischerdorf seit den 1930-er Jahren berühmt ist.

Etwa 200 000 Euro, so teilte Bürgermeister Holger Dinse kürzlich mit, fließen in die Erneuerung des Daches, die Überarbeitung der Gebäudefassade und in neue Fenster und Türen. Finanziell gefördert werden die Arbeiten über das Programm Leader der Europäischen Union. Der auf die Gemeinde entfallene Kostenanteil betrage zehn Prozent. Derzeit wird auch überlegt, den Schriftzug „Heimatstube“ am Gebäudegiebel gegen „Heimatmuseum“ zu tauschen.

Geöffnet: Di.-Sa. 10-15 Uhr (Oktober); Mo.-Fr. 9-14 Uhr (November)

Hilfe gesucht für Erstellen eines Kurzfilms

Im Zuge der laufenden Sanierungsarbeiten erhält die Freester Heimatstube endlich auch einen behindertengerechten Eingang. Die obere Etage ist für Rollstuhlfahrer jedoch weiterhin nicht zugänglich. Um Personen mit körperlichem Handikap auch die im oberen Stock präsentierten Exponate zu zeigen, könnte eine kurze Foto- oder Filmdokumentation entstehen, die in der unteren Etage auf einem Bildschirm vorgeführt wird.

Die Leiterin der Heimatstube , Andrea Generalczyk, bittet um Mithilfe. Möglicherweise hat jemand Interesse, in seiner Freizeit eine solche Doku zu erstellen. Zu erreichen ist die Museumsleiterin unter ☎ 038370/20339.

Tom Schröter

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