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Grundschule verliert Eigenständigkeit

Karlshagen Grundschule verliert Eigenständigkeit

Zum Schuljahr 2017/18 soll Karlshagen eine Regionale Schule mit Grundschulteil haben /Elternprotest prallte ab

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Schüler und Eltern hatten vor der Sitzung auf dem Hof des Feuerwehrgebäudes für die Eigenständigkeit der Grundschule geworben.

Quelle: hni

Karlshagen. „Wir schaffen die Grundschule doch nicht ab, wir strukturieren nur um.“ Die Sicht von Siegfried Krause, Fraktionsvorsitzender der Wählergemeinschaft „Initiative für Karlshagen“ (WIK), auf den Beschluss der Gemeindevertretung zur künftigen Schullandschaft teilten nur wenige im Raum. Denn am Donnerstagabend waren vor allem Schüler, Eltern und Lehrer der Karlshagener Grundschule ins Feuerwehrhaus gekommen, um sich für die weitere Eigenständigkeit auszusprechen.

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Zum Schuljahr 2017/18 soll Karlshagen eine Regionale Schule mit Grundschulteil haben /Elternprotest prallte ab

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Vergebens. Mit zehn Ja- und fünf Nein-Stimmen wurde beschlossen, zum Schuljahr 2017/2018 die Grundschule aufzulösen und diese organisatorisch der Regionalen Schule anzugliedern. Damit war die Mehrheit des Parlamentes der Empfehlung der zeitweiligen Arbeitsgruppe „Bildungslandschaft Karlshagen“ gefolgt, die eine Fusion angeregt hatte. Der Bildungsgipfel wurde initiiert, weil unter anderem im vergangenen Jahr elf Kinder nach Beendigung der vierten Klasse nicht von der Karlshagener Grundschule in die Heine-Schule gewechselt sind. Beide Schulen sind bereits unter einem Dach, allerdings unter jeweils eigener Führung. Für Krause ist der Zusammenschluss überfällig: „Nach 25 Jahren finde ich es richtig, über eine Strukturveränderung nachzudenken, die den künftigen Anforderungen entspricht. Wir haben derzeit in einem Haus um die 360 Schüler, die man unter eine gemeinsame Leitung stellen kann. Ich sehe mehr Vor- als Nachteile“, so der WIK-Fraktionschef. Er führte die besseren Vertretungsmöglichkeiten ins Feld, einen gemeinsamen Schulelternrat, die durchgängige Betreuung von Klasse 1 bis 10 durch einen Schulsozialarbeiter oder mehr Angebote im Rahmen der Ganztagsschule.

Der Karlshagener sparte nicht mit Kritik an der Kindertagesstätte: „Mir fehlt die Vorschulausbildung in der Kita.“ Und auch die Grundschule bekam ihr Fett weg. „Mir fehlte bei der Diskussion in der Arbeitsgruppe die Bereitschaft der Grundschule, eine ergebnisoffene Diskussion zuzulassen. Von Beginn an wurde betont, um die Eigenständigkeit zu kämpfen“, so Siegfried Krause.

Sein Fraktionskollege Thomas Ihns hielt dagegen: „Ich vermisse bis heute eine öffentliche Meinungsäußerung der Regionalschullehrer.“ Ihns war gegen die Fusion. „Ich erkenne keine wirtschaftlichen Zwänge. In der Grundschule fallen nun 16 Leitungsstunden weg, die Regionale Schule bekommt nur vier dazu“, argumentierte Ihns, der seine Entscheidung auch an den Elternwillen knüpfte.

Der Schulelternrat der Grundschule hatte sich gegen den Zusammenschluss ausgesprochen, das Gremium der Regionalen Schule war dafür. Wie auch Linken-Fraktionschef Ralf Saß, der die Umstrukturierung als „Chance“ sieht. „Wer hier von Abschaffung spricht, hat das Thema nicht verstanden. Ich bitte, unsere Meinung zu akzeptieren, auch wenn nicht alle in der Fraktion der gleichen Auffassung sind. Für mich ist das Demokratie“, warb er um Verständnis. Bei den Linken wie auch der WIK gab es in den Fraktionen unterschiedliche Meinungen, die sich auch in der Abstimmung zeigten. So war Bürgermeister Christian Höhn (WIK) dagegen. „Ich könnte hier für jedes Argument ein Gegenargument finden“, so Höhn. „Wir haben noch für beide Schulen Sozialarbeiter, außerdem bildet das Land noch Grundschullehrer aus. Die Grundschule ist unter der neuen Leitung von Antje Seber sehr gut ins Laufen gekommen. Es könnte Kollegen geben, die der Schule nun den Rücken kehren“, sagte Höhn.

In der Einwohnerfragestunde wurden Meinungsäußerungen von Lehrern und Eltern mit Verweis auf die Kommunalverfassung abgewiesen. Begründung: Zu Punkten, die auf der Tagesordnung stehen, dürfen keine Fragen gestellt werden.

Henrik Nitzsche

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