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Gühlkes hatten früher das einzige Telefon im Ort

Gellenthin Gühlkes hatten früher das einzige Telefon im Ort

Rentner berichtet von verantwortungsvollem Arbeitsleben in der Landwirtschaft. Heute genießen er und seine Frau den Ruhestand.

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Rentner Ewald Gühlke liebt das Gellenthiner Dorfleben und das Werkeln auf seinem Hof.

Gellenthin. Ewald Gühlke gehört zu den ältesten Einwohnern in Gellenthin. Er ist in einer Familie geboren worden, die schon seit Generationen von der Landwirtschaft lebte. Nichts anderes war daher auch für ihn und seine Frau Henriette vorstellbar. Gühlkes haben früher in der LPG gearbeitet und halten bis heute eigenes Viehzeug.

Der inzwischen 79-Jährige war bis zum Renteneintritt Besamungstechniker. In dieser Position hatte er zu DDR-Zeiten als einziger Bewohner des Dorfes Anspruch auf einen Telefonanschluss. Wenn die Gühlkes dies heute den Jüngeren erzählen, schütteln die nur verständnislos mit dem Kopf. Und doch war es so. „Auch die Konsumverkäuferinnen mussten zu uns kommen, um ihre Bestellungen telefonisch aufzugeben“, erzählen die beiden.

Doch das ist längst Geschichte. Mittlerweile haben alle Wohnhäuser Telefon und die Bewohner sind meistens auch mobil erreichbar. Gühlkes haben ihre Felder und Wiesen verpachtet und genießen nach einem arbeitsreichen Leben ihren beschaulichen Alltag. Henriette Gühlke ist froh, von einer schweren Krankheit genesen zu sein und betont, wie wertvoll die Pflegekräfte der Diakonie ihr in dieser schlimmen Zeit gewesen sind. „Wir konnten Tag und Nacht anrufen, wenn wir Hilfe brauchten“, ergänzt ihr Ehemann.

Die beiden sind außerdem froh, dass keiner in ihrer Familie arbeitslos ist. Sohn Frank hat mit einem Freund eine Trockenbaufirma gegründet und Tochter Silvia ist Bademeisterin in einer Kurklinik. Mit der Landwirtschaft haben allerdings auch die vier Enkelkinder nichts mehr zu tun. „Robert, Felix und Hans sind alle drei Schiffbauer geworden und Anne ist Friseurmeisterin“, erzählt Ewald Gühlke dennoch stolz.

Dass im Dorf der Freizeittreff gerettet werden konnte, finden die Rentner prima. „Den haben wir Männer aus Gellenthin und Umgebung damals selber aufgebaut“, erzählt Gühlke. An das genaue Jahr kann auch er sich nicht mehr erinnern. Aber die Einweihung war an einem 10. Juni. Er hatte damals nämlich Geburtstag.

 

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Sie opfern so manche Freizeitstunde für ihren Treff: Inge Riemer, Jörg Reichert, Norbert Glende sowie Steffen und Kerstin Domke (v. l.). Fotos (5): I. Nadler

Die Gellenthiner bewiesen Courage, gründeten einen Verein und hauchten ihrem Club neues Leben ein.

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