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Usedom Gute Nachwuchsarbeit trägt Früchte
Vorpommern Usedom Gute Nachwuchsarbeit trägt Früchte
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01:30 07.02.2018
Ahlbeck

Der HSV Insel Usedom ist seine große Liebe. Seit 17 Jahren ist Nico Heidenreich in dem Verein. Mit 14 fing er in der C-Jugend an und spielte Handball, damals noch beim HSV Blau-Weiß Insel Usedom. Heute coacht er die erste Männermannschaft in der Ostsee-Spree-Liga. „Der Verein bietet für junge Leute sehr viele Möglichkeiten“, sagt der 30-Jährige und belegt das mit Zahlen: „237 Kinder und Jugendliche trainieren bei uns in den Sparten Handball, Leichtathletik und Kitasport.“

Tim Riedel vom HSV Insel Usedom beim Sprungwurf. Gegenwärtig trainieren im Verein über 230 Kinder und Jugendliche. Quelle: Foto: Andreas Dumke/archiv
„Der Verein bietet für junge Leute sehr viele Möglichkeiten. Im Wettkampfbetrieb stehen derzeit neun Teams im Nachwuchs- bereich. Wir haben acht ehrenamtliche Trainer im Verein.Nico Heidenreich, sportlicher Leiter

Grund genug, sich für den Ehrenamtspreis der OSTSEE-ZEITUNG zu bewerben, der am 3. März beim OZ-Ball an besonders engagierte Vereine aus der Region verliehen werden soll. Dass der Blick der HSV-Verantwortlichen auch über die Grenze geht, betont Vereinschef Lars Petersen. „Um frühzeitig Talente zu fördern, wollen wir ein Trainingszentrum in der Stadt Swinemünde aufbauen“, so Petersen, der als Heringsdorfer Bürgermeister gute Kontakte in die polnische Nachbarstadt hat. Projekte, wie „Eine Insel bewegt sich gemeinsam“ oder „Früh übt sich“ hat der HSV angeschoben. In der Pampersgruppe haben bereits Kindergartenkinder die Möglichkeit, Sport zu treiben. „Unter fachmännischer Aufsicht und Anleitung wird 45 Minuten lang trainiert, geübt und gespielt“, so Heidenreich, der im Verein auf acht ehrenamtliche Trainer setzt und mit Patrick Glende einen Vereinssportlehrer hat. „Ohne die vielen Ehrenamtlichen würde es nicht funktionieren“, betont Petersen, der gegenwärtig 507 Mitglieder hinter sich weiß. „Dazu gehören auch viele Passive“, sagt Ernst-Peter Kaufmann, Vizechef des HSV. Wenn es nach ihm geht, könnten es noch mehr sein: „Eltern können auch passive Mitglieder werden“, so Kaufmann.

Trotz der regionalen und überregionalen Sponsoren im „Club 100“ (43 Mitglieder sind es aktuell) agiere der Verein laut Petersen am Limit. „Sponsoren sind immer willkommen“, sagt er. Arbeitgeber auch, denn die Spieler der ersten und zweiten Mannschaft brauchen Jobs vor Ort. Im idealen Fall: Abends frei fürs Training, am Wochenende frei für den Wettkampf. „Bei Berufen in der Hotellerie und Gastronomie ist das aber nicht immer machbar“, sagt Heidenreich, der im Verein die sportlichen Fäden zieht. Neun Nachwuchsteams sind im Wettkampfbetrieb, dazu kommen die Damenmannschaft und die Herren in der Ostsee-Spree-Liga.

Dass die gute Nachwuchsarbeit beim HSV durchaus Früchte trägt, zeigen mehrere Erfolgsgeschichten. Handball-Europameister Johannes Sellin lernte im Verein das Handball-Abc, Max Rinderle ist inzwischen Co-Trainer beim Bundesligisten Füchse Berlin und Robert Schulze schaffte vor Jahren den Sprung zum HSV Hamburg.

Einen weiteren Impuls für die Arbeit mit dem Nachwuchs gab es vor Jahren mit der SG Vorpommern – basierend auf der Zusammenarbeit zwischen dem HSV Insel Usedom und dem HC Vorpommern Greifswald.

„Unser Ziel ist es, Kinder frühzeitig für den Sport zu begeistern. Mit unserer Kooperation bündeln wir auch Trainerkräfte. Einmal in der Woche trainieren wir gemeinsam in Wolgast“, sagt Dieter Kehring, Chef des HC Vorpommern Greifswald.

Apropos Kräfte bündeln: Wo sieht Vereinschef Lars Petersen den HSV Insel Usedom in fünf Jahren? „Unser langfristiges Ziel ist es, in unserer Gemeinde einen großen Verein mit zahlreichen Sparten zu haben.“

Bitte um Vorschläge

Beim Ball der OSTSEE-ZEITUNG am 3. März sollen wieder besonders engagierte Vereine aus der Region ausgezeichnet werden. Die Achterkerke-Stiftung hat sich bereiterklärt, einen mit 4000 Euro dotierten Ehrenamtspreis sowie eine Anerkennung (plus 1000 Euro) zu vergeben. Dafür sucht die Lokalredaktion ab sofort Vereine aus dem Gebiet Usedom/Wolgast, die sich vor allem im Bereich engagierter Kinder- und Jugendarbeit auszeichnen. Einen zweiten Ehrenamts-Preis, ebenfalls mit 4000 Euro dotiert, und einen Anerkennungspreis in Höhe von 1000 Euro finanziert ein Konsortium von Unternehmern im Bereich Greifswald und Umland. Vorschläge mit Begründung und Kontakten zu den Vereinen sind zu richten an zinnowitz@ostsee-zeitung.de sowie unter

☎ 038377 / 36 10 10 oder 36 10 11.

Henrik Nitzsche

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