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Usedom Gute Schlösser schrecken Diebe ab
Vorpommern Usedom Gute Schlösser schrecken Diebe ab
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00:00 31.08.2018
Hier haben es Diebe nicht schwer: Mit wenigen Handgriffen wäre dieses Schloss geknackt und das Fahrrad weg. Quelle: Fotos: Hannes Ewert
Karlshagen

Am Strandvorplatz von Karlshagen müssen die Polizisten René Behrens und Andreas Maischak nicht lange suchen, bis sie zwischen den Fahrradständern ein schlecht gesichertes Rad entdecken. „Hier reichen wenige Handgriffe und dann ist es gestohlen“, sagt Behrens und zeigt auf das nur wenige Millimeter dicke Schloss. Die Chance, dass das Fahrrad verschwindet, ist jedoch relativ gering. Es ist so alt, dass es wohl niemand mehr haben möchte. „Die Diebe haben es in diesem Jahr besonders auf hochwertige Räder abgesehen“, sagt er. Das sind zumeist E-Bikes oder Fahrradträger.

Auf Usedom wurden seit Juli 232 Fahrräder und 63 E-Bikes gestohlen. Es entstand ein Gesamtschaden von 433000 Euro. Nur selten werden Diebe geschnappt.

Beinahe täglich trudeln die Anzeigen bei der Polizei rein. Am vergangenen Wochenende entstand ein Schaden im fünfstelligen Bereich. Seit Anfang Juli sind es schon mehr als 300 Anzeigen, die gestellt wurden. Rechnet man alle gestohlenen Räder zusammen, springt ein komfortables Einfamilienhaus in bester Lage dabei heraus.

Erst am Wochenende standen zwei Sachsen in der Polizeistation Karlshagen und zeigten den Diebstahl ihrer Räder an. „Beide hatten zusammen einen Wert von 2000 Euro. Die Räder wurden am Strandaufgang gestohlen“, so Behrens. Gerade in der Nähe von Strandaufgängen, an Bahnhöfen und auf Zeltplätzen haben es die Langfinger auf die Räder abgesehen. „Oft steht das Rad nur wenige Zentimeter vom Wohnwagen entfernt und am Morgen war es weg. Der Besitzer hat davon nichts mitbekommen“, so Andreas Maischak.

Häufig wird es den Dieben allerdings auch besonders leicht gemacht. „Die Besitzer haben manchmal Fahrräder im Wert von 5000 Euro dabei. Das Schloss hat aber nur einen Wert von zehn Euro. So viel Geld sollte noch übrig sein, dass sich die Eigentümer ein vernünftiges Schloss kaufen“, sagt er. Manchmal werden die Räder allerdings auch nur an einem dünnen Draht befestigt, der zwei Pfosten an der Strandpromenade verbindet. „Eine Faustregel besagt, dass das Schloss mindestens einen Wert von einem Zehntel des Fahrrades haben soll – etwa 60 bis 80 Euro“, so Behrens. Der Oberkommissar glaubt, dass die Versicherungen in Zukunft auch darauf achten, wie das Fahrrad gesichert wurde und ob ein Diebstahlschutz vorgenommen wurde. Sollte fahrlässig damit umgegangen werden, könnte die Versicherung bei der Schadensregelierung auch auf die Bremse treten.

Verschwindet ein Rad, informieren die Beamten per Funk ihre Kollegen im Revier Heringsdorf. „Es gibt auch zivile Einsatzkräfte, die auf der Insel unterwegs sind. Diese können die Diebe sehen“, so Behrens. In der Vergangenheit ist es mehrmals gelungen, Diebe dingfest zu machen. In einem Fall wurde ein 18-Jähriger, der schon wegen Bandendiebstahls auf Bewährung verurteilt wurde, der Haftrichterin vorgeführt. Diese entschied, den Teenager wieder auf freien Fuß zu lassen. Es bestand keine Fluchtgefahr und eine Adresse hatten die Behörden, hieß es damals.

Prävention

Nach vorheriger Absprache bietet die Polizei auch Fahrradcodierungen an.

Die Codiernummer beinhaltet das KFZ-Kennzeichen der Region, Gemeinde- und Straßenschlüssel, Hausnummer, die Initialen des Besitzers und das Jahr der Codierung.

Die Codierung macht das Fahrrad für Diebe unattraktiv. Der Wiederverkauf wird deutlich erschwert und der Wiederverkaufswert sinkt. Darüber hinaus kann der Dieb leichter überführt werden.

Hannes Ewert

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