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Usedom Häuser-Schicksale in Bildern erzählt
Vorpommern Usedom Häuser-Schicksale in Bildern erzählt
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00:00 08.06.2017
Freest

Es ist in Freest Tradition, dass alljährlich Anfang Juni in das Heimatmuseum im ehemaligen Zollhaus zu einer Vortragswoche eingeladen wird. Ebenso traditionell beginnt diese Woche mit der Eröffnung einer Ausstellung. Am Dienstagabend präsentierten der Maler und Grafiker Hartwig K. Neuwald aus Eggesin und Museumsleiterin Andrea Generalczyk den Gästen die Exposition „Vergessene Gemäuer“. Für den musikalischen Rahmen sorgten die Sängerinnen und Sänger des Singkreises Freest.

Neuwald hat, wie er den Gästen des Abends berichtete, im Verlauf mehrerer Jahre auf rund 400 Zeichnungen Bauten festgehalten, die es inzwischen gar nicht mehr oder nur noch als Ruinen gibt. Die jetzt in Freest vorgestellte Auswahl zeigt auch einige Gebäude aus der hiesigen Region, wie eine Salzhütte oder das einstige Gutshaus in Freest, die vor noch nicht langer Zeit wegen Baufälligkeit abgerissene Windmühle in Klein Ernsthof und ein Lassaner Haus mit einem Milchladen. Auch sie teilen, so machte Neuwald deutlich, das Schicksal aller von ihm gezeichneten Objekte: Sie sind entweder längst vom Erdboden verschwunden oder werden es in absehbarer Zeit sein.

Für den Künstler aus Eggesin ist dieser Teil seines Schaffens ein Versuch, das Verschwinden der Identität vor allem der Dörfer zu dokumentieren, an die Rolle zu erinnern, die jedes einzelne dieser Gebäude einst im Leben der Menschen spielte. Neuwald erklärte: „Es geht nicht darum, jedes dieser Häuser zu erhalten, sondern um den Weg, besonders unsere kleineren Orte so zu gestalten, dass Traditionen Berücksichtigung finden, man sich an die Menschen und ihre Schicksale erinnert, die einst mit diesen Bauwerken verbunden waren.“

Hartwig K. Neuwalds Kontakt zum Freester Museum ist im vorigen Jahr zustande gekommen, als er das Haus besuchte. Einige dort ausgestellte Bilder interessierten ihn besonders, und er bat die Museumsleiterin um Auskünfte. Im Verlauf des Gespräches nannte diese ihm mehrere Motive aus dem Ort als Vorlagen für seine Arbeiten. Als „Gegenleistung“ zeigte sich Neuwald bereit, eine Ausstellung zu gestalten. Nicht nur heimatgeschichtlich Interessierte sollten sich diese nicht entgehen lassen.

Dietrich Butenschön

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