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Hafenausbau: Noch ein Wellengutachten nötig

Usedom Hafenausbau: Noch ein Wellengutachten nötig

Erster Spatenstich für Ende August geplant / Elf Firmen beteiligten sich an europaweiter Ausschreibung des Vorhabens

Usedom. Elf Firmen haben sich bisher um die Sanierung des Usedomer Hafens beworben. Darunter auch Unternehmen aus Dänemark und Holland. Die europaweite Ausschreibung endet Mitte August mit der Submission, danach ist noch eine sechswöchige Einspruchsfrist vorgegeben. Fakten, die nicht durch die Stadt zu beeinflussen sind und dazu führen, dass der Baubeginn mittlerweile schon auf Oktober verschoben werden muss.

Für Kopfschütteln sorgt hingegen die Forderung nach einem weiteren Gutachten. Die Stadt müsse nachträglich noch ein Wellengutachten vorlegen, erklärte Bürgermeister Jochen Storrer während der Stadtvertretersitzung am Mittwochabend. „Jeder, der mit seinem Segelboot schon in unserem Hafen geankert hat, weiß, dass er sich wie in Abrahams Schoß fühlen kann. Das Gutachten wird die Kosten vermutlich weiter in die Höhe treiben.“ Unabhängig davon ist der erste Spatenstich jedoch schon auf den 23. August datiert und mit der wichtigen Übergabe des Fördermittelbescheides durch den Schweriner Staatssekretär Stefan Rudolph verbunden.

Jochen Storrer bedauert, dass einheimische Firmen bei einer derartigen Konkurrenz lediglich die Chance hätten, als Subunternehmen unterzukommen. Allerdings seien 20 Prozent des Bauvolumens von der europaweiten Ausschreibung ausgenommen, sodass sich hiesige Firmen zum Beispiel um die Errichtung des Sozialgebäudes bewerben könnten. Und auch die rückwärtige Anbindung des Hafens über die Karniner Straße am Funkturm entlang könnte regional vergeben werden. Aber um diese Umgehungsstraße wird noch hart gerungen.

Ausgangspunkt ist der Wunsch, die enge Peenestraße, die zur Zeit die einzige Zufahrt zum Hafen darstellt, vom Schwerlastverkehr zu befreien. „Wenn hier noch die Baufahrzeuge langdonnern würden, könnten wir unsere Häuser gleich in den See schütten“, macht Anwohnerin Uschi Wilhelm den Ernst der Lage deutlich.

Es bleibt aus Sicht der Planer nur die rückwärtige Anbindung. Damit taucht jedoch auch die Frage auf, ob diese Straße dann einen vorübergehenden Status, quasi als Baustraße bekommt, und sie nach Abschluss des Hafenausbaus wieder zurückgebaut wird, oder ob es eine dauerhafte Fahrbahn werden soll.

Die Entscheidung hat zweifellos Einfluss auf das Leben der Anwohner in der Wiekstraße. An einem der Häuser würde die Straße in einem denkbar knappen Abstand von 54 (!) Zentimetern vorbeiführen.

Storrer: „Wir haben mit den betroffenen Grundstückseigentümern mehrmals zusammengesessen, diskutiert und nach einer Lösung gesucht.So haben wir ihnen einen Flächenaustausch angeboten, den Flächenabkauf, oder alternativ die Befreiung von den zu erwartenden Anschlussbeitragskosten." Einen Kompromiss habe es lediglich für die Nutzung als Baustraße gegeben. Der Knackpunkt: Die ist nicht förderfähig. Ein Beschluss der Stadtvertretung steht weiterhin aus.

Wesentlich erfreulicher sind laut Stadtoberhaupt Storrer die Interessenbekundungen mehrerer Fahrgastunternehmen am fertigen Usedomer Hafen. Demnach haben sowohl die Eigner der in Neppermin liegenden „Weißen Düne“, als auch des Ückeritzer Fahrgastunternehmens Hartmut Wolf und sogar ein überregionales Unternehmen, das Flussschiffsreisen anbietet, die Usedomer Offerte interessiert zur Kenntnis genommen.

Damit auch die Innenstadt von den investierten Millionen profitiert, soll Usedom von den Touristen „erwandert“ werden. Das heißt, die Reisebusse sollen nicht direkt zum Hafen fahren, sondern ihre Fahrgäste vor dem Anklamer Tor aussteigen lassen, um ihnen Gelegenheit zu geben, die Altstadt zu erkunden. Die Usedomer erhoffen sich nicht zuletzt eine Wiederbelebung etlicher leerstehender Geschäftsräume.

Ingrid Nadler

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