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Usedom Hafenbau: Ausbaggerung startet im Oktober
Vorpommern Usedom Hafenbau: Ausbaggerung startet im Oktober
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00:00 23.09.2016
Der idyllische Hafen in Usedom soll zu einem See-Zentrum umgebaut werden. Baustart soll im Herbst sein. Quelle: Hannes Ewert

Jetzt soll der Hafenausbau in Usedom tatsächlich in seine heiße Phase kommen: In der ersten Oktoberhälfte wird mit dem Beginn der Ausbaggerung des Usedomer Sees gerechnet. Die Stadtvertreter haben in ihrer jüngsten Sitzung die Ueckermünder Firma Colcrete-Wasserbau-Essen GmbH & Co. KG mit dieser 2,9 Millionen Euro kostenden Aufgabe beauftragt. Das Planungsbüro Neuhaus & Partner hatte die vier eingereichten Angebote im Vorfeld geprüft und die Ueckermünder als die preisgünstigsten Anbieter ausgemacht. Die Differenz zu den nächsthöheren lag bei 9 beziehungsweise 10 Prozent. Colcrete hat im vergangenen Jahr die Promeniermeile im Peenemünder Hafen errichtet.

„Einen Beschluss in dieser Höhe haben wir noch nicht gefasst“, sagt Bürgermeister Jochen Storrer. Dass dieser ohne Gegenstimme gefasst wurde, erleichtert ihn. Zumal die Finanzierung durch Landesfördermittel gesichert sei und laut Storrer über das Treuhandkonto des Sanierungsträgers LGE MV erfolgen werde.

Die Ausbaggerung des Sees und des Hafenbereiches auf eine Tiefe von 1,80 bis zwei Meter soll an der Kehle beginnen. Das Baggergut wird auf vier Schiffe verladen und im Umlauf den rund 60 km langen Weg nach Peenemünde nehmen, wo der Aushub auf einem Aschefeld abgeladen wird. Die Stadt hofft auf einen noch lange frostfreien Herbst, damit die Arbeiten wie geplant vonstatten gehen können.

Ein zweiter Beschluss der Stadtvertretung betrifft die Sicherheits- und Gesundheitsüberwachung der gesamten Baumaßnahme des Usedomer See-Centers. Sie ist verpflichtend und in etwa mit der früheren Sicherheitsinspektion vergleichbar. Die Aufgabe wird laut Beschluss von der Firma Peters wahrgenommen, die ihren Sitz in Mönchhagen bei Rostock hat. Die Mönchhagener bekommen dafür 12 600 Euro.

Der Bürgermeister schlägt zu gegebener Zeit eine öffentliche Darlegung der laufenden Arbeiten und der geplanten Hafengestaltung vor. Wie berichtet, werden in den nächsten Wochen sämtlich Gebäude auf dem Hafengelände abgerissen. Dafür sind Absperrzäune aufgestellt worden. Auch die Betonplatten werden von der Abrissfirma aufgenommen. Sie werden später durch Betonpflaster ersetzt.

Über 90 Liegeplätze geplant

15,4 Millionen Euro investiert die Stadt Usedom in den Neubau. Die Kosten für die reine Hafeninstandsetzung mit Steganlage und Spundwand, also den eigentlichen Wasserwanderrastplatz, liegen bei sechs Millionen Euro. Weitere Kosten kommen für die Ausbaggerung der Wasserstraße, für die Zuwegung zum Hafengebiet sowie für das Bergen zweier großer Wracks dazu.64 Gästeliegeplätze plus 30 Dauerliegeplätze sind geplant.

Ingrid Nadler

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