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Usedom Hafenbühne kostet 500 000 Euro
Vorpommern Usedom Hafenbühne kostet 500 000 Euro
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00:00 20.10.2017
Usedom

Die neue Usedomer Hafenbühne neben dem Kindergarten würde eine halbe Million Euro kosten. So jedenfalls die Berechnungen des beauftragten Planungsbüros, die den Stadtvertretern Mittwochabend für einen Moment das Atmen schwer gemacht hat. „Wir hoffen natürlich auf größtmögliche Förderung“, so Bürgermeister Jochen Storrer. Die könne man aber erst beantragen, wenn der Kreis die Baugenehmigung erteilt hat. Die Stadt ist der Vorpommerschen Landesbühne Anklam sehr entgegen gekommen. So soll die Bühne auf Wunsch des Intendanten zum Beispiel überdacht werden und in ausreichendem Maße sollen Sanitär- und Umkleideräume entstehen. Durch die gewählte Modulbauweise, bei der man nicht tief ins Erdreich eindringen muss, hofft man auf das Wohlwollen der Bodendenkmalpfleger. Die Bestuhlung würde so angeordnet, dass die Besucher auf den neuen Hafen und den Usedomer See schauen, erklärt Storrer das Konzept. An der Schule würde ein Parkplatz bereit gestellt. Auch wenn die Stadtvertreter sich weiterhin in dem Wunsch absolut einig sind, die Landesbühne nach Usedom zurückzuholen, schleicht sich bei einigen leiser Zweifel ein.

So fordert Stefan Grundmann, dass man mit dem Theater auf Augenhöhe verhandeln müsse. „Wir bezahlen diese Riesensumme, damit das Theater hier spielen kann. Wer garantiert uns, dass die Bühne nicht nur ein, zwei Jahre, sondern länger von den Anklamern genutzt wird? Wenn wir diese finanzielle Belastung auf uns nehmen, ist das Theater meiner Meinung nach in der Pflicht, uns seinerseits Garantien zu geben.“

Auch Günther Jikeli meint, dass man nicht so tun solle, als hätte man die Spendierhosen an. „Wir müssen prüfen, wo sich die Kosten noch reduzieren lassen.“ „Und wir sollten auch überlegen, wer künftig noch auf dieser Bühne auftreten kann“, ergänzt Vize-Bürgermeister Gert Wendlandt. Vielleicht wird Usedom noch eine Theaterstadt“, fügt Dr. Norbert Köhler keineswegs ironisch hinzu. Die Entscheidung, die Planung weiterzuführen, fiel ohne Gegenstimme!

Ingrid Nadler

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