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Hasche: Wir kämpfen in Uniform weiter

Wolgast Hasche: Wir kämpfen in Uniform weiter

Verbliebene Mitglieder des Wolgaster THW-Ortsverbandes wollen sich weiter für Kinderstation stark machen

Wolgast. Nur noch acht Kameraden ist die Einsatztruppe des Wolgaster Ortsverbandes des Technischen Hilfswerkes (THW) stark. Der jüngste Aderlass im Zusammenhang mit dem Protest gegen die Schließung von Kinderstation, Gynäkologie und Geburtshilfe am Wolgaster Krankenhaus hat dazu geführt, dass der Ortsverband bei der Einsatzleitstelle abgemeldet werden musste. 17 Kameraden hatten, um ein Signal in Richtung Landesregierung zu setzen, ihre blaue THW-Uniform an den Nagel gehängt. Gebracht hat die Austrittswelle am Ende nichts. Die SPD/CDU-Koalition in Schwerin blieb bei ihrer Entscheidung zur Schließung der Klinik-Stationen.

Frank Hasche, Ortsbeauftragter des Wolgaster THW-Ortsverbandes, hat im Ringen um die Stationen trotzdem nicht aufgegeben. „Wir führen den Kampf um das Krankenhaus in Uniform weiter“, sagt der 36-Jährige entschlossen. Ursprünglich hatte auch Hasche angekündigt, der ehrenamtlich tätigen Einsatztruppe, die im Wolgaster Gewerbegebiet Am Fuchsberg ihren Stützpunkt hat, aus Protest den Rücken zu kehren. Dass er es sich inzwischen anders überlegt hat und weiter zum THW gehören will, hänge mit einem Versprechen des THW auf Bundesebene zusammen. „Von dort wurde uns zugesagt, dass man sich für unser Anliegen in Schwerin einsetzen wird, wenn wir die blaue Uniform anbehalten“, so Hasche, der allerdings etwas konsterniert einräumen muss, dass „ich diesen Einsatz bisher vermisse.“

Trotz des Mitgliederschwundes, so berichtet Hasche, könne sämtliche zum Wolgaster Ortsverband gehörende Technik, wie etwa Lkw und Kran, dank der Qualifizierung der verbliebenen Kameraden noch bedient werden. „Voll einsatzfähig sind wir aber nur noch mit unserer Wassergefahrengruppe zum Beispiel bei Bootsunfällen oder im Rahmen der Ölabwehr“, erklärt der Ortsbeauftragte. Ansonsten seien die Wolgaster Kameraden derzeit im Einsatzfall allenfalls als Verstärkung für andere Ortsverbände abrufbar.

Wieder eine schlagkräftige Truppe zusammen zu bekommen, sei heutzutage schwierig. „Das wird Jahre dauern“, ist sich Frank Hasche sicher. „Es ist schwer, Leute für eine ehrenamtliche Arbeit zu begeistern.“ Trotzdem stecke man als Ortsverband den Kopf nicht in den Sand, sondern betreibe Öffentlichkeitsarbeit. Bei der Aktion „Sport im Forum“ am 9. September, als über 600 Wolgaster Schüler im Peenestadion ihre Kräfte maßen, zeigte das THW Flagge und war mit einem Werbestand inklusive schwerer Technik präsent. Die Werbung für die Wolgaster THW-Jugendgruppe, die zurzeit sieben Mitglieder habe, löse aber das Personalproblem nicht. „Denn nach der Lehre gehen die meisten Jugendlichen aus unserer Region weg, um anderswo zu arbeiten.“

Am besten würde es Hasche finden, wenn einige der ausgeschiedenen Kameraden wiederkämen. Jedoch gebe es aktuell keine entsprechenden Anzeichen. Der langjährige Zugführer Maik Bischof bestätigt dies und stellt klar, dass er nur dann wieder zum THW stoßen werde, „wenn in Sachen Krankenhaus etwas passiert“. Auch Bischof ist vom Verhalten des THW auf Landes- und auf Bundesebene enttäuscht. „Wir hatten gehofft, dass Vertreter des Landesverbandes nach Schwerin fahren und uns den Rücken stärken“, sagt er mit Blick auf die Forderung nach einer Wiedereröffnung der Krankenhausstationen. Wie berichtet, sahen die THW-Mitglieder die medizinische Versorgung ihrer Familien im Einsatzfall nicht mehr abgesichert.

Tom Schröter

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