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Usedom Haus „Schwalbennest“: Führungswechsel in Familie
Vorpommern Usedom Haus „Schwalbennest“: Führungswechsel in Familie
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00:01 12.12.2017
Das fast komplette Team des Wolgaster Kinderdorfhauses „Schwalbennest“: Heidrun Hinzpeter (mit einem der Neufundländerrüden), Antje Hinzpeter, Erzieherín Susanne Schneider und Maria Mildner (von rechts/Bundesfreiwilligendienstleistende). Quelle: Foto: Steffen Adler
Wolgast

Nein, leicht haben es sich die beiden Frauen nicht gemacht, auf Voreiliges verzichtet. Mutter Heidrun (63) und Tochter Antje (45) Hinzpeter haben sich gegenseitig Zeit und Distanz zum Abwägen, Nachdenken und Entscheiden eingeräumt. Jetzt indes ist es klar: Zum 1. März vollzieht sich an der Spitze des Kinderdorfhauses „Schwalbennest“ ein Personalwechsel, der so häufig nicht ist. Während Frau Mama mit ihrem Mann Reinhard – er war bisher mit ihr im Haus beschäftigt – in die Nähe von Kiel verzieht und sich auf die Pensionszeit einrichtet, schultert ihre Tochter bald einen noch größeren Rucksack voll Verantwortung. Sie übernimmt das Haus. „Schwalbennest soll auch künftig als Synonym dafür stehen, dass Kinder bei uns Nestwärme, Zuwendung und ein neues, wohlbehütetes Zuhause erhalten“, beschreibt die künftige Kinderdorfhausmutter, die allerdings bislang schon als Erzieherin hier tätig war, die Perspektive.

Im Wolgaster Kinderdorfhaus verabschiedet sich im Frühjahr Heidrun Hinzpeter. Ihre Tochter Antje übernimmt dann die Leitung.

Spendenkonto

Bis zum 24. Dezember können sich OZ-Leser noch gern an „Helfen bringt Freude“ beteiligen. Hier die Angaben zum Konto bei

der Sparkasse Vorpommern:

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Verwendungszweck:

Spende OZ-Weihnachtsaktion

Die Chefin des Albert-Schweitzer-Familienwerks, Inka Peters, ist optimistisch, dass die Großfamilie Hinzpeter („Ein Glücksfall für uns!“) auch weiter Geborgenheit ausstrahlen wird, die gutmütigen Neufundländer eingeschlossen. „Ich habe ein sehr gutes Bauchgefühl, unter anderem, weil trotz dieser Veränderung eine gewachsene, starke Vertrautheit bestehen bleibt.“ Natürlich würden die Kinder einen solchen Wechsel spüren, Emotionen empfinden. Und so ganz würde es ohne Veränderungen auch nicht gehen, was in der Natur der Sache liegt. Doch allein die Tatsache, dass für die Kinder schon die Sommerferien 2018 in Plön (Schleswig/Holstein) und damit ein Wiedersehen mit Heidrun und Reinhard Hinzpeter fest eingeplant sind, zeigt, wie groß die gegenseitige Verbundenheit ist. „17 Jahre sind eine lange, aber auch glückliche Zeit gewesen“, sagt die scheidende Chefin. Am meisten freue es sie, wenn sie im eigenen Hause freundlichen, dankbaren und hilfsbereiten Kindern und Jugendlichen begegnet. „Klar, es gibt auch Rückschläge. Nicht jedem gelingen die Ausbildung und der Schritt in die Selbstständigkeit, aber den allermeisten“, zieht Heidrun Hinzpeter Bilanz. Zwei von rund 30 Sprösslingen sind gescheitert, als sie auf eigenen Füßen stehen mussten.

Im „Schwalbennest“ geht es übrigens das ganze Jahr über musikalisch zu. Da wird Gitarre und Saxophon gespielt, Rose (18) singt. Jason (9), der mit dem Prädikat „unbeschulbar“ in die Einrichtung kam, ist inzwischen nicht nur von der Diagnoseförderklasse in die Grundschulklasse 2 gewechselt, sondern zugleich viel ruhiger und einfach ausgeglichener geworden. „Aus seinem Umfeld ist der Stress gewichen“, erklärt Antje Hinzpeter die Gründe dafür. Und der Clou: Jason lernt sogar, Klavier zu spielen. Jetzt, wo Weihnachten vor der Tür steht, werden sich alle zum gemeinsamen Musizieren zusammenfinden. Etwa am 19. Dezember bei der Weihnachtsfeier, zu der sie Jahr für Jahr das Steigenberger-Hotel nach Heringsdorf einlädt, oder auch am Heiligabend.

Dafür wünschen sich die Kinder und Jugendlichen natürlich, dass ihre Wunschzettel bei Knecht Ruprecht auf Gegenliebe stoßen: Playmobile, Tip Toys, Lego, ein neuer Schulrucksack und Ohrringe stehen darauf. Hinzpeters lächeln auf die Frage, ob der Weihnachtsmann das auch wirklich bringen wird ...

„Helfen bringt Freude“ soll im „Schwalbennest“ übrigens unterstützen, den Fußboden in der Küche und ein komplettes Kinderzimmer zu sanieren. Die Maße hat der Handwerker bereits genommen.

Steffen Adler

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