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Usedom Heidrun Hinzpeter ist im Kinderdorfhaus Mutter für alles
Vorpommern Usedom Heidrun Hinzpeter ist im Kinderdorfhaus Mutter für alles
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00:00 19.03.2016

Wolgast. Als Heidrun Hinzpeter vor 15 Jahren per Zeitungsanzeige erfuhr, dass das Albert-Schweitzer-Familienwerk in Wolgast eine Kinderdorfhaus-Mutter suchte, da bewarb sie sich kurzerhand. Schließlich hatte sie schon vor der Wende in verschiedenen Kindergärten und -horten gearbeitet, zudem danach ein Sozialpädagogik- Studium absolviert. „Ich wusste damals aber nicht, dass das Haus längere Zeit leer gestanden hatte. Das war, wie sich bald herausstellte, Herausforderung und Chance zugleich, denn wir mussten zwar so ziemlich bei Null anfangen, hatten aber auch die Möglichkeit, unsere Vorstellungen von Anfang an in die Arbeit einzubringen und Neues auszuprobieren.“

Wir — damit meint Heidrun Hinzpeter einerseits das Team des Hauses selbst, zu dem sie nicht zuletzt ihren Mann Reinhard zählt, auch wenn der erst vor zehn Jahren voll hier eingestiegen ist, aber auch die Geschäftsführung des Landesverbandes des Albert-Schweitzer-Familienwerkes. Die hat ihren Sitz ebenfalls in Wolgast, also gibt es einen kurzen Draht zueinander.

„Dadurch kann ich mich schon das eine oder andere Mal mehr auf die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen konzentrieren, weil mir Geschäftsführerin Inka Peters oder ihre Assistentin Anika Hauschild einige Verwaltungsaufgaben mehr als üblich abnehmen“, nennt die Hausmutter einen Grund dafür, dass sie von Anfang an bei allen Rückschlägen, die in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen aus sozial problematischen Verhältnissen nicht ausbleiben, weit mehr Erfolge als Misserfolge zu verzeichnen hatte.

Das Haus „Schwalbennest“ beherbergt derzeit sechs Mädchen und Jungen im Alter von sieben bis 16 Jahren, außerdem leben zwei 17-jährige Mädchen in einer Einliegerwohnung, die sich darauf vorbereiten, bald ein eigenständiges Leben führen zu können. Etwa 30 Kinder und Jugendliche hatte Heidrun Hinzpeter in den 15 Jahren ihres Wirkens in Wolgast in ihrer Obhut. „Das heißt nicht mehr und nicht weniger, als täglich von morgens um sechs bis abends um zehn für die Schützlinge da zu sein“, macht Inka Peters deutlich. Heidrun Hinzpeter ihrerseits stellt klar: „In einer solchen Situation muss ich auch mal nein sagen können, und das habe ich schnell gelernt. Allerdings habe ich das alles nur geschafft, weil ich in der Geschäftsführung, in Astrid von Lühmann und nicht zuletzt in meinem Mann immer Menschen an meiner Seite hatte, auf die ich mich auch in schwierigen Situationen verlassen konnte.“ Dass für ihre Schützlinge die Zeit im Kinderdorfhaus in den allermeisten Fällen eine gute Zeit war, zeigte sich auch, als Frau Hinzpeter den 60. Geburtstag feierte. Da waren unter den Gratulanten nicht wenige dieser Ehemaligen.

Noch zwei Jahre werden Hinzpeters sich der Arbeit im Haus „Schwalbennest“ in Wolgast widmen, dann gehen sie in den Ruhestand. „Das wird uns umso leichter fallen, da diese Aufgabe dann von unserer Tochter übernommen wird, die sich mit uns gemeinsam schon jetzt darauf vorbereitet“, so die Jubilar. siehe auch Bericht S.12

Von Dietrich Butenschön

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