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Usedom Helfer proben beim „Biwak“ den Ernstfall
Vorpommern Usedom Helfer proben beim „Biwak“ den Ernstfall
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00:00 12.10.2016
Im Ernstfall muss das Zusammenspiel klappen: Daniel Meinke (l.) aus Ueckermünde und sein polnischer Kollege Daniel Turek bei einer Herz-Lungen-Wiederbelebung an einer Übungspuppe. Quelle: Christopher Niemann

In Scharen fuhren dieser Tage unzählige Transporter und Lastwagen des Katastrophenschutzes mit Blaulicht in Richtung Rieth bei Ueckermünde. Doch vor dem Dorf bogen die Fahrzeuge links in den Wald ab. Alles sammelte sich dann auf dem Gelände der Bundeswehr. In Windeseile bauten die ehrenamtlichen Rotkreuzler mehrere Unterkunftszelte auf dem Areal auf. Wie sich schnell herausstellt, handelt es sich um eine groß angelegte Übung.

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Männer und Frauen des Deutschen Roten Kreuzes kommen bei Ueckermünde zusammen, um mehrere Szenarien zu trainieren

Rückblick: Massenkarambolage 2011 nach dem verheerenden Sandsturm auf der Autobahn 19 bei Rostock oder das Eisenbahnunglück in Bad Aiblingen in Bayern Ende 2015. Diese schrecklichen Ereignisse passieren ohne Vorwarnung und verlangen jedem Helfer im Katastrophenschutz eine Menge ab. Umso besser ist es da, auf solche Szenarien gut vorbereitet zu sein. Auf dem Bundeswehrgelände bei Rieth wurde eine Plattform geschaffen, die eine hohe Zahl von Helfern befähigt, sicher mit der vorhandenen Katastrophenschutztechnik im Gelände zu arbeiten. „An dem Ausbildungswochenende beteiligten sich zehn Kreisverbände des Deutschen Roten Kreuzes aus Mecklenburg-Vorpommern und drei aus dem benachbarten Brandenburg“, sagte Torsten Wende von der Landesleitung.

Sogar neun Teilnehmer aus dem polnischen Olsztyn nahmen einen weiten Weg in Kauf, um gemeinsam mit den hiesigen Kollegen das bereits Erlernte zu festigen. „Mit dem Auto sind wir etwa 730 Kilometer gefahren, aber es hat sich gelohnt. Viele Sachen, vor allem in der Ersten Hilfe konnten wir auffrischen“, sagt der polnische Helfer Daniel Turek. Die 182 Teilnehmer trainierten verschiedene Module der Grund-, Sanitäts und Fahrausbildung. „Allein das Fahrtraining auf der Übungsstrecke hat sich gelohnt“, sagte Kraftfahrer Ole Caspar vom Stralsunder Kreisverband. Auch die Hundestaffel, Wassergefahrengruppe und das Kreisauskunftsbüro waren im Einsatz. Die Helfer wurden in beheizten Zelter untergebracht und aus eigenen Feldküchen versorgt. Sie installierten eine unabhängige Infrastruktur mit Stromgeneratoren und übten die Orientierung mit Kompass und ohne Handy für den Fall, dass Kommunikationsnetze gestört wären.

Am Ende des Ausbildungswochenendes bekamen einige Helfer sogar den letzten Stempel von den Ausbildern in die Nachweishefte. Das Biwak-Wochenende muss, trotz des schlechten Wetters, wiederholt werden, waren sich am Ende alle einig. Wie es von der Landesleitung hieß, wird so ein Biwak-Wochenende für das Jahr 2018 avisiert.

Christopher Niemann

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