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Usedom Heringsdorf: Flüge im Winter?
Vorpommern Usedom Heringsdorf: Flüge im Winter?
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00:00 23.04.2013
Bansin

Flieger könnten in Zukunft auch im Winter von der Insel abheben: Das schlägt die Gemeinde Heringsdorf zur Rettung des defizitären Flughafens in Zirchow vor. „Es käme in Betracht, den Linienbetrieb auch im Winter aufrecht zu erhalten“, erklärte Lars Petersen, Bürgermeister von Heringsdorf. Den Vorschlag eröffnete er gestern in einem Brief unter anderem an die Landesregierung und Abgeordnete des Kreistags. Das Schreiben ist auch eine Reaktion auf ein Gespräch mit Ministerpräsident Erwin Sellering, der „am Sonnabend seine positive Grundhaltung zu dem Airport deutlich gemacht hat“, so Petersen.

Das Problem: Der Flughafen kämpft pro Jahr mit einem Defizit von einer halben Million Euro — für das bisher der Kreis aufgekommen ist. Im gestern Abend beschlossenen Haushalt des Landkreises Vorpommern-Greifswald sind nur noch 250 000 Euro Unterstützung vorgesehen. Seit Monaten wird nach Finanzierungen gesucht.

Der Winterflugplan ist ein Vorschlag. Aus der Sicht des Bürgermeisters seien Anbindungen von und nach Stuttgart oder Nordrhein-Westfalen interessant. Sollten Flüge aufgrund der Witterung ausfallen, solle auf Rostock-Laage ausgewichen werden und ein Shuttle-Service zur Insel fahren. Die Idee setze jedoch eine anfängliche Förderung von 200 000 Euro vom Land voraus, in Form einer Bürgschaft für nicht verkaufte Tickets. Damit würde die Landesregierung das Risiko übernehmen. Bürgermeister Lars Petersen liebäugelt mit Geldern aus der Wirtschaftsförderung. „Schließlich schaffen wir neue Strecken.“ Thilo Naumann von der Arbeitsgemeinschaft der Hoteliers am Flughafen Heringsdorf (Arge) kündigte unter dieser Voraussetzung einen Kurswechsel an: Die Arge würde zum Ausgleich des Defizits ab 2014 noch mehr Geld, insgesamt 165 000 Euro, beitragen. Erst kürzlich hatte er klargemacht, für den Zirchower Airport nicht weiter finanziell aufzustocken. Noch immer fällt ein Handeln schwer.

„Wer würde denn Geld ausgeben, wenn unklar ist, ob der Flughafen im Mai überhaupt noch existiert?“ Was gerade passiere, sei tödlich für das Image der Insel, kritisiert Naumann.

Der Flughafen gehört dem Kreis. „Wenn keine Finanzierungsquellen gefunden werden, muss die Landrätin als Vertreterin des Gesellschafters einen Antrag auf einen Nachtragshaushalt im Landkreis stellen“, sagt Norbert Raulin, Aufsichtsratsvorsitzender des Airports. Das werde kein Spaziergang. Ob das nötig wird, müsse die Kreisverwaltung prüfen. Nach seiner Aussage wäre der Flughafen gerettet, würden die Vorschläge der Gemeinde greifen. Dazu gehört unter anderem, dass Heringsdorf mit 25,1 Prozent als Mitgesellschafter einsteigt. Laut Raulin werde es „ziemlich sicher“ dazu kommen.

Im aktuellen Brief werden zudem die Gemeinde Zinnowitz und Swinemünde als mögliche Partner genannt. Der Kreistagsabgeordnete Günter Günther Jikeli sagt, nur eine Bündelung von Maßnahmen könne den Standort retten. Er hatte im vergangenen Jahr eine Erhöhung der Tickets vorgeschlagen. Das stehe laut Petersen aber nicht zu Debatte. Durch eine Preissenkung vor zwei Jahren seien die Einnahmen erst verdoppelt worden.

Irene Burow

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