Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Usedom Heringsdorf: Gesellschaft kauft 30 Wohnungen
Vorpommern Usedom Heringsdorf: Gesellschaft kauft 30 Wohnungen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 26.09.2018
Diese Wohnungen in der Heringsdorfer Maxim-Gorki-Straße wurden jetzt verkauft. Quelle: Foto: Henrik Nitzsche
Heringsdorf

Die Wohnungsgesellschaft der Kaiserbäder erweitert peu á peu ihren Bestand. Im vergangenen Jahr wurden für einen Block im Bansiner Gartenweg mit 40 Wohnungen knapp zwei Millionen Euro an den Bund überwiesen. Jetzt floss wieder ein Millionenbetrag für 30 Wohneinheiten in der Heringsdorfer Maxim-Gorki-Straße 2a bis c.

Die Re- finanzierung von sozialem Wohnungs- bau ist sehr schwer.Mike Speck, Geschäftsführer Wohnungsgesellschaft

Beliebt sind Zwei- und Drei-Raum-Wohnungen

142 Wohnungssuchende sind in Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck bei der kommunalen Wohnungsgesellschaft auf einer Warteliste registriert. 51 von ihnen suchen eine Zwei-Raum- Wohnung, 37 Personen sind auf der Suche nach einer Drei-Raum-

Wohnung, 10 suchen eine Ein-Raum-Wohnung, 15 eine Vier-

Raum-Wohnung, 29 eine altersgerechte Wohnung.

Eigentümer des Komplexes war bislang Architekt Gerd Seele. „Wir hatten uns mit ihm damals auf einen Mietvertrag geeinigt, der 30 Jahre laufen sollte. Dann hätten wir kaufen müssen“, sagt Mike Speck, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Kaiserbäder Gemeinde Ostseebad Heringsdorf. Nun konnte die Wohnungsgesellschaft laut Speck acht Jahre früher die Wohnanlage zum 1. September erwerben. „Es waren faire und respektvolle Kaufvertragsverhandlungen. Durch den vorzeitigen Erwerb haben wir jetzt erhebliche Einsparungen. Für die Mieter ändert sich gar nichts“, sagt Speck und kündigt an, dass die Mieten auch konstant gehalten werden sollen. Die Kaltmiete liege derzeit bei 7,50 Euro. Finanziert worden sei der Kauf aus Eigenmitteln und einem Kredit.

Der Bestand der Wohnungsgesellschaft erhöhe sich damit auf 775 Wohneinheiten in Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck. Darunter fallen noch 18 Gewerbeeinheiten. Von einem Wohnungsleerstand kann Speck nicht berichten. „Wenn es zu einem Leerstand kommt, passiert das lediglich zwischen einer Kündigung und der Vermietung.“ Der Wohnungsmarkt sei aber schwierig, die Warteliste lang. „Gegenwärtig haben wir 142 Wohnungssuchende“, sagt Speck. Eine schnelle Entlastung des Marktes sieht er nicht. „Die Refinanzierung von sozialem Wohnungsbau ist sehr schwer. Man muss ja die Liegenschaft wenigstens kostenneutral bewirtschaften. Dazu kommen die hohen Grundstückspreise und die Grundstücksknappheit“, so der Geschäftsführer. Deshalb liege der Fokus der Gesellschaft gegenwärtig auf Erhalt und Modernisierung. „Die Mieteinnahmen werden investiert, um den hohen Standard zu halten. In diesem Jahr haben wir mehrere Fassaden erneuert und vor dem Gebäude in der Ahlbecker Kaiserstraße den Gehweg saniert.“

Für 2019 steht ein weiteres Projekt an. „Wir wollen ein Gebäude der ehemaligen Innova in Ahlbeck zum altersgerechten Wohnen umbauen. Geplant sind zehn Zimmer mit Gemeinschaftsküche und Anschluss an einen Pflegedienst. Die Baugenehmigung liegt vor. Der Aufsichtsrat muss noch zustimmen. Wenn die Europaschule im Juni 2019 auszieht, könnten die Bauarbeiten vielleicht beginnen. Realistischer ist wohl erst Anfang 2020“, so Speck, der die Investitionssumme im mittleren sechsstelligen Bereich beziffert.

Henrik Nitzsche

Dieser Tage kommt das zweite Album der vorpommerschen Musiker heraus

26.09.2018

SPD, Linke und Grüne fordern Senkung der Kreisumlage und mehr Geld für Feuerwehren und Straßenbau

26.09.2018

Die Rechnung der Gemeinde Heringsdorf und der Usedomer Bäderbahn (UBB) geht auf: In knapp zwei Monaten haben fast 80 000 Gäste in den Kaiserbädern das Angebot genutzt, mit der Kurkarte kostenlos das Busliniennetz der UBB zu nutzen.

25.09.2018