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Heringsdorf ehrt das Ehrenamt

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Bürgermeister dankt engagierten Bürgern / Darunter ist Kerstin Heim, leidenschaftliche Netzwerkerin für die Jugend

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Kinder haben Lust auf Neues, wollen Grenzen austesten.“Kerstin Heim, Leiterin des Jugendzentrums

Heringsdorf. Freitagnachmittag in der Villa Irmgard: Die Gemeinde Ostseebad Heringsdorf hat verdiente Bürger zu einem Empfang eingeladen, um Dank zu sagen für besonderes ehrenamtliches oder berufliches Engagement beziehungsweise für eine besonders ausstrahlende Innovationsfreudigkeit. Im Laufe der Veranstaltung, die vom Usedomer Geiger Marcin Dilling umrahmt wurde, ist deutlich geworden, wie eins ins andere greift und in seiner Vielfalt zum Gemeinwohl beiträgt.

Eine der „Netzwerkerinnen“ ist Kerstin Heim. Sie ist seit 2003 Leiterin des Jugend- und Freizentzentrums in Bansin und bei der Gemeinde angestellt. Sie sorgt dafür, dass das Haus auf vielfältige Weise mit Leben erfüllt wird.

Er habe sie noch nie schlecht gelaunt erlebt und Sätze, wie, „das geht nicht“, würden ihr nicht über die Lippen kommen. Das hat Heringsdorfs Bürgermeister Lars Petersen am Freitag beim Händeschütteln über die 50-jährige Erzieherin gesagt.

Im Gespräch wird schnell deutlich, dass Kerstin Heim ihre Arbeit mit Leidenschaft ausübt. Immernoch, nach so langer Zeit, denn sie kann mittlerweile auf 30 Berufsjahre zurückblicken. Die Bedingungen im Jugendfreizeitzentrum sind optimal, sagt sie, weil die Turnhalle quasi dazu gehört. So sind die Kontakte zu den Sportlern und Trainern naturgemäß eng und junge Eltern würden schon früh mitbekommen, was ihre Kinder im Freizeitzentrum erwarten können. „Die jüngsten Besucher sind gerade 6, die Ältesten Ü 30.“

Hat sich die Jugendarbeit im Laufe der Jahre verändert? Ist ihr Job schwerer geworden? „Eigentlich sind Kinder immer gleich. Sie entwickeln sich natürlich wie die Gesellschaft. So ist es ganz klar, dass sie heutzutage übers Handy kommunizieren und im Internet unterwegs sind. Sie haben Lust auf Neues, wollen Grenzen austesten. Und sie beschäftigen sich durchaus mit gesellschaftlichen Fragen in ihrer unmittelbaren Umgebung wie der Krankenhausschließung in Wolgast und der Flüchtlingsproblematik. Es hat Zeiten gegeben, da war ihnen alles Banane. Heute hinterfragen sie viel mehr, versuchen Hintergründe zu verstehen. Die Flüchtlingssituation sehen sie übrigens viel unproblematischer als wir manchmal denken. Wesentlich entspannter als vor acht Jahren ist heutzutage die Lehrstellensituation. Heute kann jeder seine Chance bekommen. Auch wenn es nicht immer gleich der Traumberuf ist.“

Wie eh und je stünden Billard, Tischtennis und Bolzen ganz oben auf der Wunschliste von Kindern und Jugendlichen, sagt Kerstin Heim, die mit Jens Madea einen ebenfalls engagierten Mitarbeiter an ihrer Seite hat. Und, dass außerdem ein Streetworker wie Stephan Brandt seit vielen Jahren ein offenes Ohr für die Jugendlichen der Gemeinde hat, will sie nicht unerwähnt lassen.

Und dann sagt sie zum Schluss einen Satz, den wohl jeder verstehen kann: „Manchmal wollen die Jugendlichen einfach nur quatschen und in Ruhe gelassen werden.“

Die Geehrten – Sportler, Trainer, Lehrer, Züchter

Auf Vorschlag der Vereine wurden folgende Ehrenamtler ausgezeichnet: Wolfgang Dannenfeldt (FC Insel Usedom), Andreas Dumke, Tobias Feldmann (beide SV Eintracht Ahlbeck 48), Hartwig Offhauß (SG Medizin Bansin/Judo), Mathias Schulze (Kaninchenzuchtverein Gut Zucht M 11 Ahlbeck), Hans-Werner Hinz (Thurbruchchor Ahlbeck-Zirchow), Christa Beyer (Tierschutzverein Insel Usedom), Hilde Bradler (Kulturbund), Andreas Stöwhaas (Hundesportverein Bansin), Gerald Schmidt (Hundesportverein Bansin) und Thomas Zirm (SV Eintracht Ahlbeck 48)

Für ihre Innovationsfreudigkeit wurden diese Firmen geehrt:

Pier 14 Gert Griehl GmbH, Fisch Domke, Steffen Krüger (Taxifirma)

Für ihr berufliches Engagement:

Grit Vehreschild (Direktorin der Grundschule), Kerstin Heim (Leiterin des Jugend- und Freizeit-Zentrums Bansin), Benjamin Kühn (Gärtnerei Alt-Sallenthin) und die Achterkerke Stiftung

Ingrid Nadler

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