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Hilfe im Notfall per Knopfdruck

Wolgast Hilfe im Notfall per Knopfdruck

DRK will seinen Hausnotrufdienst in Wolgast und Umgebung mit ehrenamtlichen Helfern ausbauen.

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Olaf Kiesow

Wolgast. Elsbeth Kammradt hat kranke Beine. Das Gehen fällt der 76-Jährigen schwer. Wenn sie sich in ihrer Wohnung in Wolgast-Nord hin und her bewegt, ist sie stets auf ihre Krücken angewiesen. Kommt sie ins Straucheln, kann es für sie gefährlich werden. „Im Bad bin ich schon mehrere Male hingefallen und hatte Schwierigkeiten, wieder hoch zu kommen“, berichtet die Rentnerin. Um sich sicherer zu fühlen, legte sie sich bereits vor geraumer Zeit ein Hausnotrufgerät des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zu. Wenn sie in Not gerät und Hilfe braucht, drückt sie auf den Knopf ihres Mobilsenders, den sie tagsüber an einem Halsband trägt. Wenig später trifft bei ihr Hilfe ein.

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Olaf Kiesow

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„Der DRK-Kreisverband Ostvorpommern-Greifswald verfügt in seinem Bereich aktuell über 340 Hausnotrufanschlüsse“, sagt der verantwortliche Mitarbeiter Olaf Kiesow. „Die meisten Geräte befinden sich in unseren Einrichtungen.“ Künftig will der Kreisverband jedoch verstärkt auch interessierte Privatpersonen mit den Teilnehmerstationen ausstatten. Bei der Kundenberatung sei der Verband allerdings auf freiwillige Helfer in den Ortsvereinen angewiesen. Für Wolgast und Umgebung haben Dietmar Sprenkelmann und Gerd-Christian Hallier diese Aufgabe ehrenamtlich übernommen. „Beide wurden durch uns geschult, haben ein Zertifikat erhalten und können sich auch als DRK-Mitarbeiter ausweisen“, erklärt Olaf Kiesow.

Das Notrufgerät werde in der jeweiligen Wohnung in der Regel mit dem Festnetz-Telefonanschluss verbunden und verfüge über eine grüne Taste zum Ab- und Anmelden und über eine rote Taste für den Notfall. Die Alarmierung sei auch über Mobilsender am Handgelenk oder am Halsband möglich. „Sämtliche Notrufe laufen bei uns in der DRK-Hausnotrufzentrale in Güstrow auf“, erläutert Gert Schmidt, dortiger Bereichsleiter. Von hier aus würden, wie vorher mit dem Kunden individuell vereinbart, Hilfspersonen benachrichtigt. Dies könnten Nachbarn sein, Mitarbeiter der DRK-Sozialstation oder auch die Schnelle Medizinische Hilfe, wo auch die Wohnungsschlüssel codiert hinterlegt seien.

Landesweit, so berichtet Gert Schmidt, seien bisher etwa 3300 Hausnotrufanlagen mit der Güstrower Zentrale des DRK verbunden, Tendenz steigend. Der Service ist für die Nutzer nicht kostenlos.

„Monatlich sind, inklusive Gerätemiete, 18,36 Euro zu zahlen“, informiert Olaf Kiesow.

Elsbeth Kammradt hat der heiße Draht zur Notrufzentrale schon gute Dienste geleistet. „Einmal bin ich in der Stube hingefallen und konnte nicht mehr aufstehen. Ich habe die rote Taste gedrückt und wenig später kamen die Schwestern von der Sozialstation und haben mir geholfen“, schildert die Seniorin. Die rund um die Uhr einsatzfähige Technik gebe ihr mehr Sicherheit im Alltag. Andere soziale Träger, wie zum Beispiel die Volkssolidarität und die Diakonie, verfügen ebenfalls über einen solchen Service, der aber gleichsam noch als ausbaufähig gilt.

Kontakt DRK: ☎ 0 39 71 / 20 03 42

Notruf — und dann?
Rund um die Uhr wird sofort eine Sprechverbindung mit der Hausnotrufzentrale in Güstrow, in der sieben Mitarbeiter tätig sind, hergestellt. Das Hausrufnotgerät verfügt über eine Freisprecheinrichtung.


Automatisch hat der DRK-Mitarbeiter in der Zentrale — gemäß einer zuvor getroffenen Vereinbarung — alle wichtigen Informationen auf dem Bildschirm, was zum Beispiel die zu benachrichtigenden Kontaktpersonen oder benötigte Medikamente betrifft.


Die technische Dienstleistung ermöglicht jederzeit den persönlichen Kontakt mit einem Ansprechpartner, der auf die jeweilige Situation und auf den Hilfesuchenden selbst eingehen kann.

Tom Schröter

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Deutsche Rote Kreuz verstärkt auch interessierte Privatpersonen mit den Teilnehmerstationen ausstatten.

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