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Usedom „Himmelschlüsselchen“ und Schule zeigen ihre Profile
Vorpommern Usedom „Himmelschlüsselchen“ und Schule zeigen ihre Profile
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07:28 01.12.2017
Paula, Hedwig und Birte (v.l.) aus der Stammgruppe 3 stellten den Besuchern unter anderem ihre Projektergebnisse im Englischunterricht vor, wie z.B. Birtes „dream house“. Quelle: Fotos: Dietmar Pühler

Einen gemeinsamen Tag der offenen Tür veranstalteten am Mittwoch die Evangelische Schule Benz und das benachbarte Evangelische Kinderhaus „Himmelschlüsselchen“. Viele Eltern nutzten die Gelegenheit, die beiden Einrichtungen in Augenschein zu nehmen und sich über das pädagogische Profil zu informieren.

Benzer Einrichtungen freuen sich über Zulauf / Kooperation mit Swinemündern

Einmalige Möglichkeit

62 Kinder besuchen zurzeit die Stammgruppen 1 bis 3 der Benzer Schule. Neun Lehrkräfte inklusive zwei Montessori-Pädagoginnen und einer Integrationshelferin sorgen für den Unterricht. Mit der Angliederung der Orientierungsstufe 2007 bietet Benz die einmalige Möglichkeit einer zehnjährigen gemeinsamen Kindergarten- und Schulzeit, in der Kinder nach denselben Konzepten pädagogisch begleitet werden.

Zum ersten Mal beteiligte sich das Kinderhaus der jährlich stattfindenden Aktion der Grundschule mit Orientierungsstufe. Die Kita hat derzeit zwei freie Plätze, ist also gut ausgelastet, wie Leiterin Verena Kurze erklärt. In dem modernen Flachbau in Sichtweite zur Kirche werden 54 Kinder vom Krippen- bis zum Vorschulalter umsorgt. Im Hort, dessen zwei Gruppen in der kleinen Villa Kunterbunt und in der Schule untergebracht sind, erhalten 46 Schulkinder eine Nachmittagsbetreuung.

Das Kinderhaus „Himmelschlüsselchen“, das von der Evangelischen Kirchengemeinde Benz getragen wird, hat einen religionspädagogischen Ansatz. Es wird viel in Projekten gearbeitet, die von den Kindern in liebevoller Weise dokumentiert werden. Solche Projektberichte, die wie der „Kinderkirchenführer“ oder der „Inselführer aus Kindersicht“ auch schon mal Buchformat haben können, wurden den Besuchern präsentiert.

„Im Grunde ist es wichtig, dass die Kinder Lust am Lernen haben, ausprobieren, offen sind und voller Selbstbewusstsein in die Schule wechseln“, skizziert die Kitaleiterin die Arbeit im „Himmelschlüsselchen“. Darüber hinaus geht es den Erzieherinnen darum, dass die Kinder mit Kunst und Kultur in Berührung kommen, sie für sich selber sorgen, aber auch das Gemeinwohl im Augen haben.

Neben dem kirchlichen Jahreslauf mit seinen Feiertagen spielen der Weltkindertag, der Europatag und die Afrikawoche eine zentrale Rolle im Kita-Kalender. Vor allem der Besuch des Senegalesen Basirou Sarr, der schon ein Vierteljahrhundert nach Benz kommt, hilft den Kindern Weltoffenheit zu erfahren.

Nächstenliebe, Akzeptanz und Toleranz sind auch Werte, auf die in der Evangelischen Schule Wert gelegt wird. Das Zusammenleben und der Unterricht sind von einem christlichen Menschenbild geprägt. Von der ersten bis zur sechsten Klasse wird nach reformpädagogischen Grundsätzen unterrichtet, jahrgangsübergreifend und mit integrativem Charakter.

Dieses Konzept überzeugt offensichtlich viele Eltern, sodass sich Schulleiterin Kirsten Hertrich momentan keine Sorgen um die nötigen Schülerzahlen machen muss. „Für das nächste Schuljahr liegen 14 Anmeldungen vor, zwölf Kinder können wir aufnehmen“, gibt sie zu Protokoll. Auch für das übernächste Schuljahr gibt es schon etliche Voranmeldungen.

Erfreulich findet die Schulleiterin, dass es immer mehr Quereinsteiger gibt. So haben in diesem Schuljahr drei Kinder von anderen Schulen in die 3. Klasse gewechselt. Zudem besuchen sechs polnische Schüler die Benzer Schule. Seit diesem Schuljahr pflegt die Einrichtung eine Kooperation mit einer Grundschule in Swinemünde. Wenigstens vier Treffen pro Schuljahr soll es künftig geben.

Dietmar Pühler

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