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Vorpommern Usedom Historiker suchen Nachwuchs
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00:00 24.02.2017

Wer einen Blick in die Zukunft wagen will, sollte immer auch in die Vergangenheit schauen. Dies tat der Historische Verein Anklam und Umgebung e.V. in dieser Woche auf der Jahresmitgliederversammlung im Restaurant Vis à Vis. Gleich zu Beginn wurden zweier verdienstvoller verstorbenen Mitstreitern gedacht: des Lehrers und Schulleiters Ulrich Schulz (91 Jahre) und des Uhrmachermeisters Georg Müller (83).

Die größte Sorge des Vereins ist seine Überalterung. Deshalb besteht Einigkeit darüber, dass dringend um Verstärkung geworben werden muss. Von den aktuell 24 Mitgliedern leben derzeit noch 20 in Anklam. Und die Hälfte des Vereins sind Rentner – sechs Mitglieder sogar älter als 75 Jahre. Darauf verwies eingangs Vorsitzender Rolf Bahler (80). Damit der Verein pommersche Kultur und Geschichte noch auf lange Sicht bewahren kann, braucht er neue junge Mitstreiter. Denn Kultur stellt den Wert dar, aus dem die Menschen ihre Identität und ihr Selbstbewusstsein schöpfen. „Aber: In unserer Region Vorpommern gibt es wenig Arbeit, wenig Infrastruktur und damit wenig Perspektive“, so Bahler.

Umso bewundernswerter ist, dass der Historische Verein Anklam und Umgebung 2016 insgesamt 22 Aktivitäten entwickelte. Schwerpunkt war und ist die jährliche Erstellung des bei Anklamern und anderen beliebten Heimatkalenders. Es gelang tatsächlich mit sehr hohem Aufwand und trotz widriger Umstände, die Anklamer Heimatkalender 2016 und 2017 pünktlich und in hoher Qualität erscheinen zu lassen.

Daneben gab es Tagesausflüge und Vortragsabende. Erfreulich groß war die Resonanz auf die eintägige Vereinsexkursion mit Vereinsmitglied Dr. Neithard Kraus auf den Spuren der Kleinbahntrasse Anklam-Jarmen, die einst für die Landbevölkerung sehr wichtig war. Die Vorträge griffen viele interessante Themen auf, eins davon war die Geschichte der Anklamer Juden. Trotz weiterer eng mit der regionalen Geschichte verbundener Themen, wie das Leben des Schriftstellers Uwe Johnson, dem Cothenius-Schüler und späteren preußischen Verwaltungsbeamten Oskar Ziethen (die Sonderausstellung läuft noch im Anklamer Museum) und seiner vierten Frau, die eine pommersche Prinzessin aus dem Greifengeschlecht war und aus Stolp stammt, kamen stets nicht mehr als 30 Interessierte und selten jüngere Zuhörer.

Der alte Vorstand soll in den nächsten zwei Jahren seine Tätigkeit fortsetzen. Dafür herrschte im Verein Einstimmigkeit. Bekannt gegeben wurde das nächste Ausflugsziel „Nördlich der Peene“ am 17.

Juni 2017.

Günter Manthei

OZ

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