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Usedom Hochmodernes Mischwerk soll in Greifswald entstehen
Vorpommern Usedom Hochmodernes Mischwerk soll in Greifswald entstehen
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00:00 13.04.2016
Greifswald

Das Sonderbetonteilwerk (SBTW) im Gewerbegebiet Herrenhufen erweitert seine Kapazitäten. Wie der Geschäftsführende Gesellschafter Eberhard Dold sagte, soll bis zum Ende des Sommer ein neues, hochmodernes Mischwerk samt Zuschlagsstoffvorratsboxen am Standort den Betrieb aufnehmen. „Derzeit laufen die vorbereitenden Arbeiten durch die Stadtwerke. Um die Mischanlage zu errichten, müssen außerdem wegen des schlechten Untergrundes 24 Bohrpfähle eingebracht werden“, erläutert er.

Mit der neuen Mischanlage sollen künftig nicht nur schnellfeste Spezialbetone hergestellt werden, sondern auch Farbbetone. Die 1,2-Millionen-Investition wird durch das Land MV unterstützt. Das Wirtschaftsministerium stellt für das Vorhaben Mittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ von 318000 Euro bereit. „Das Unternehmen zeichnet sich durch hochspezialisierte Sonderanfertigungen wie Balkone und Treppen im Wohnungs- und Industriebau aus. Die Erweiterung garantiert die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes und macht das Unternehmen unabhängiger von Fremdleistungen. Zudem werden damit die 35 Arbeitsplätze gesichert und drei neue Jobs geschaffen“, begründet Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) die Unterstützung.

Das Unternehmen SBTW wurde 1997 gegründet und ging, wie Geschäftsführerin Ute Schuster erläutert, aus der Stilllegung des früheren Greifswalder Betonwerkes hervor. Es befindet sich vollständig in Familienbesitz. Der Absatz der Produkte erfolge laut Schuster überwiegend im nord- und ostdeutschen Raum. Geschäftsbeziehungen bestünden auch nach Dänemark und Schweden. „Zu unseren Referenzobjekten gehören neben dem Greifswalder Klinikum und Kaimauern in Rostock sowie Peenemünde auch ein Bürogebäude in Kopenhagen gegenüber des Tivolis“, berichtet die Chefin. „Das Haus mit seiner runden Fassade ist sehr auffällig und trägt bei den Treppen, Aufzugs- und Lüftungsschächten unsere Handschrift — ein tolles Gefühl. Der Auftrag war siebenstellig“, freut sie sich.

Die Führung ist stolz auf die Mannschaft, die seit vielen Jahren beständig an Bord ist. „Bei uns geht keiner freiwillig aus dem Unternehmen weg. Wir zahlen Tarif, meine Mitarbeiter bekommen pünktlich ihr Geld und wir haben eine stabile Auftragslage“, sagt Eberhard Dold und verweist mit einem darauf, dass man bei SBTW erst aufhört, wenn man in Rente geht. Solidität ist für den 68-Jährigen nicht nur beim Bau von Treppen, Balkonen, Wänden und Bindern wichtig, sondern in allen Bereichen. „Wir arbeiten seit Jahrzehnten mit erfahrenen Firmen aus Greifswald, Neuenkirchen, Waren, Kiel, Rostock, Neubrandenburg, Grimmen und Jarmen zusammen, und stärken so die Region“, betont Dold und erwähnt nicht ohne Stolz, dass sein Unternehmen auch im Zahlungsverkehr geachtet werde bzw. ebensolche verlässlichen Partner habe.

Die einzige Sorge, die ihn und Ute Schuster momentan drücken, ist die Suche nach geeignetem Fachpersonal: „Gut ausgebildete Zimmerer zum Beispiel oder Mischerfahrer brauchen wir. Aber die gelten ja inzwischen leider schon als Goldstaub“, sagt die Geschäftsführerin.

Von Cornelia Meerkatz

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