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Usedom Therapien im Heilwald werden höher vergütet
Vorpommern Usedom Therapien im Heilwald werden höher vergütet
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16:34 23.01.2019
Urlauber führen Gesundheitsübungen im Kur- und Heilwald von Heringsdorf durch. Quelle: Dietmar Pühler
Heringsdorf

Überraschung zum Jahresbeginn für die Kaiserbäder: Die langjährigen Bemühungen des Bäderverbandes Mecklenburg-Vorpommerns, eine höhere Vergütung für ortsgebundenen Heilmittel wie Luft, Meer, Klima und Boden, zu erhalten, damit Therapien auf dieser Basis durchgeführt werden können, haben sich gelohnt. Der Bäderverband unseres Landes hat für hochprädikatisierte Heilbäder und Kurorte und die dort ansässigen Therapiezentren eine Preiserhöhung um 5,4 Prozent ab diesem Jahr erzielt. „Darüber haben wir uns riesig gefreut“, bekennt Karin Lehmann vom Eigenbetrieb der Kaiserbäder.

Ortsgebundene Heilmittel, das sind Luft, Meer, Boden und Klima. Deren therapeutische Nutzung machen einen Ort zum anerkannten Kurort. Die drei Kaiserbäder auf der Insel UsedomAhlbeck, Heringsdorf und Bansin – tragen aufgrund der Vielfalt an Heilvorkommen die Bezeichnung Seeheil - und Solebad. Seit 2017 wird hier erstmals in Europa die Waldtherapie ausgewiesen. Die Nachfrage ist groß, denn „Zurück zur Natur“ heißt die Devise der Deutschen. So hat im vergangenen Jahr die Natur als Sinnbild der Ursprünglichkeit die Gesundheit als wichtigsten individuellen Wert der Deutschen abgelöst. Zwei Jahre vorher war Natur noch auf dem vierten Platz. „Für uns ist das ein Beleg, dass wir mit unserer Ausrichtung auf den Kur- und Heilwald genau richtig liegen“, betont Lehmann.

Die Befragung 2018 ergab auch, dass die Liebe der Deutschen zum Wald eine Neuauflage erlebt. So verwundert es nicht, dass sich Angebote auf Naturheilbasis in den Kaiserbädern einer zunehmenden Nachfrage erfreuen. Besonders in der Prävention und Rehabilitation kommen die Heilmittel der Luft, des Meeres und des Klimas zum Einsatz und bilden die Basis für medizinisch fundierte gesundheitsfördernde Offerten. Allerdings hat das Ganze einen Haken: Von den Krankenkassen werden diese Anwendungen mit natürlichen Heilmitteln bisher nur im Rahmen einer Kur finanziert. „Wir würden es daher sehr begrüßen, dass die natürlichen Therapieformen nicht nur während einer Kur übernommen werden, sondern auch regulär für Einwohner des Kurortes. So könnten auch sie ambulant oder auf Rezept in den Genuss einer Klimatherapie kommen. „Da die ortsgebundenen Heilmittel preisgünstiger und auch verträglicher sind als jedes Medikament, wäre das für die Krankenkassen doch eine lohnenswerte Alternative, der man sich angesichts der Werte-Index-Umfrage zukünftig nicht verschließen kann“, regt der Eigenbetrieb der Kaiserbäder daher an.

Cornelia Meerkatz

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