Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Usedom Hohe Strafe für Wolgaster Versorger
Vorpommern Usedom Hohe Strafe für Wolgaster Versorger
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 15.02.2017

Fernwärmebezieher in Wolgast sollen auf Druck des Bundeskartellamtes von der Wärmeversorgung Wolgast GmbH (WVW) Geld zurück erstattet bekommen. Nach Angaben von WVW-Geschäftsführerin Dr. Antje Tiedt-Schimanski handelt es sich um insgesamt 1086428 Euro. Es seien jene Kunden betroffen, die aus dem Fernwärmenetz Wolgast im Zeitraum vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2012 Wärme bezogen haben und noch per 31. Dezember 2016 von der WVW mit Wärme beliefert wurden, so die Geschäftsführerin. Mit Aussagen über die konkreten Rückzahlungsmodalitäten für die betreffenden Kunden hielt sich Tiedt- Schimanski zurück. Diese würden auf der Internetseite des Bundeskartellamtes veröffentlicht, sagte sie.

Wie berichtet, beschäftigte sich die Bundeskartellbehörde in Bonn seit März 2013 wegen des Verdachts überhöhter Fernwärmepreise mit deutschlandweit sieben Versorgungsunternehmen beziehungsweise Unternehmensgruppen. Im Visier der Behörde befanden sich auch vier Firmen, die zur Danpower-Unternehmensgruppe gehören, darunter auch die WVW in Wolgast. Das Rückerstattungsvolumen dieser vier Unternehmen beläuft sich laut Bundeskartellamt auf insgesamt gut zwei Millionen Euro. Das Geld, so wurde mitgeteilt, werde „den Kunden durch eine gesondert auszuweisende Gutschrift auf den nächsten Jahresschlussrechnungen gewährt“.

Das Preismissbrauchsverfahren gegen die betreffenden Fernwärmeversorger sei somit abgeschlossen, informierte das Kartellamt weiter. Die Versorger hätten auf Grund der Bedenken des Bundeskartellamtes bezüglich missbräuchlicher Preisüberhöhungen entsprechende Zusagen über Rückerstattungen für die Jahre 2010 bis 2012 abgegeben. Das Gesamtvolumen der Rückzahlungen all dieser betreffenden Unternehmen und Unternehmensgruppen belaufe sich auf rund 55 Millionen Euro. Allein die Stadtwerke Leipzig wurden zu einer Preissenkung im Umfang von 40,8 Millionen Euro verpflichtet. Die Rostocker Stadtwerke hingegen hat das Kartellamt vom Verdacht überhöhter Preise freigesprochen.Tom Schröter

OZ

Mehr zum Thema

Initiatoren des Wolgast-Forums wollen mit Gemeinschaftsprojekt Baulücke in Steinstraße umgestalten

11.02.2017

Wie viel Platz braucht ein Mensch zum Leben? 6,4 Quadratmeter, würde die tinyhouse-Bewegung antworten. Mit Wohnungsmangel in Großstädten kommen Ideen für Leben auf minimalem Raum - auch mit Weitblick.

13.02.2017

Es sind natürlich nicht die wichtigen Probleme. Aber das erste Stück der Lasagne ist nun mal schwierig aus der Form zu bekommen. Und der Strunk von Erdbeeren lässt sich schwer entfernen. Aussteller der Messe Ambiente suchen Lösungen für kleine Alltagsärgernisse.

13.02.2017

Das Ostseebad hat einen neuen Bürgermeister gewählt/Wenn Axel Kindler am 28. Februar die Amtsgeschäfte übernimmt, stehen wichtige Entscheidungen an

15.02.2017

Im Fokus: Das Bild der Versuchsanstalten im kulturellen Gedächtnis

15.02.2017

Gastspiel am 25. Februar

15.02.2017
Anzeige