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Usedom Holzskulpturen machen Station am Peenestrom
Vorpommern Usedom Holzskulpturen machen Station am Peenestrom
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00:05 17.10.2017
Wollen mit den Skulpturen in Wolgast zum Nachdenken anregen: Künstlerin Christina Rode und Hauptpate Martin Schröter. Quelle: Foto: Tom Schröter
Wolgast

Sie sitzen in unterschiedlichen Posen – verkörpern die Ungeduldigen, die Mütter, die Tragenden, die Ängstlichen, die Söhne und Töchter. Und eine Figur heißt:

„Während in der wirren Glut das Gras wächst“. Eines haben die Holzskulpturen gemeinsam: Sie warten. Und sie tun dies in der alten Herzogstadt Wolgast, wohin es sie gestern Nachmittag verschlug.

Auf Sackkarren bugsierte Künstlerin Christina Rode die etwa mannshohen Plastiken an die Chausseestraße. Gleich den Unermüdlichen, die sich allmontäglich an der Einfahrt zur Klinik versammeln, um für ein vollwertiges Kreiskrankenhaus und die Rückkehr der geschlossenen Abteilungen zu demonstrieren, harrten die hölzernen Figuren dort am Straßenrand der Dinge, die da kommen.

Ab heute sollen die Kunstwerke an möglichst vielen Standorten innerhalb der Stadt die Aufmerksamkeit auf sich lenken. Dies jedenfalls ist das Anliegen des 2013 kreierten Kunstprojektes „Die Reise der Wartenden“ der Wietzower Bildhauerin. „Ich sah, wie die Leute einfach so an meiner Galerie vorbei gingen und dachte: Du musst die Kunst zu den Leuten bringen“, erklärt Christina Rode. „Kunst gehört zum Leben, darum geht es.“

Wer dem zustimmt, kann die Patenschaft über einen Wartenden übernehmen und sich beim Hauptpaten, Martin Schröter, im Postel melden. Bis zum 27. Oktober sind die Figuren jeweils zeitweise zu beherbergen und hier und da zu bestaunen. Mehrere machen schon mit: Die Buchhandlung Henze, das Café Biedenweg, das Museum, der Tierpark, die Stadtverwaltung...

ts

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