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Usedom Hundehasser legt Giftköder aus – schon zwei tote Tiere
Vorpommern Usedom Hundehasser legt Giftköder aus – schon zwei tote Tiere
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17:04 19.07.2018
Hundefreunde mit ihren Lieblingen auf einer Wiese in Swinemünde. Quelle: Radek Jagielski
Swinemünde

Angst und Schrecken unter Hundebesitzern. In Swinemünde schiebt jemand Vierbeinern vergiftetes Futter unter. Das Gift sei möglicherweise in Würstchen verpackt worden. Es ist noch nicht bekannt, welches Motiv der Täter hat. Zwei Hunde sind bereits an vergifteten Lebensmitteln gestorben. Staatsanwaltschaft und der Polizei ermitteln.

„Mein Hund ist an vergiftetem Futter gestorben. Die Symptome sind Erbrechen, Kurzatmigkeit, sehr starke und beängstigende Lähmung und fehlende Kontrolle über die physiologischen Bedürfnisse. Man sollte, wenn möglich, unbedingt die Video-Überwachung auswerten lassen und die Polizei benachrichtigen. Ich habe eine Belohnung für Hinweise auf Täter ausgesetzt“, sagt einer der betroffenen Hundebesitzer, Michal Paszki.

Hundehalter verunsichert

Die Vorfälle ereigneten sich im Chopin-Park und in den umliegenden Straßen. Sie sorgen nun für Gesprächsstoff in der Stadt und es gibt in den sozialen Medien immer mehr Informationen über erkrankte Hunde. Die Kommunaldienste beschlossen, die Angelegenheit zu untersuchen. Mitarbeiter des Unternehmens, die den Park betreuen, überprüften das gesamte Gebiet. Dabei fanden sie keine Würstchen oder irgendetwas anderes Verdächtiges. Sie versichern, dass sie den Park nun systematisch kontrollieren wollen. Die Mitarbeiter eines Unternehmens, das sich um Ordnung und Sauberkeit in der Stadt kümmert, bekamen einen ähnlichen Auftrag.

Noch steht die wissenschaftliche Bestätigung aus, ob die Todesursache der Hunden letztlich das absichtlich untergeschobene Gift war. „Der toxikologische Gehalt des kürzlich verstorbenen Hundes wird derzeit untersucht“, erklärt Robert Karelus, der Pressesprecher des Stadtpräsidenten von Swinemünde.

Tierschützer durchsuchen Park

Die Stiftung Fundacja Animals Przystan Swinemünde, die sich um Tiere kümmert, die Hilfe brauchen, interessiert sich auch für die Vorgänge. Die Tierschützer durchsuchten den Chopin-Park und das umliegende Gelände. Noch wurde nichts gefunden. Die Stiftung mahnte die Hundebesitzer zur Vorsicht.

„Wir stehen in Kontakt mit Besitzern der vergifteten Hunden. In allen Verdachtsfällen wurden Proben entnommen und zu toxikologischen Untersuchungen geschickt. Die Stiftung hat bereits bei der Staatsanwaltschaft und bei der Polizei eine Anzeige erstattet“, sagt Beata Kastrau, die Leiterin der Organisation. Für die Hilfe bei der Täterfindung wurde eine Belohnung in Höhe von 1.000 Zloty (230 Euro) ausgesetzt. Gemäß den Vorschriften des Parks in Swinemünde sind Hunde an der Leine und in Maulkörben zu führen.

Radek Jagielski

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