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Usedom Hunderjährige aus Plauen liebt das Reisen über alles
Vorpommern Usedom Hunderjährige aus Plauen liebt das Reisen über alles
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00:00 03.09.2016

Im „Forsthaus Langenberg“ hat sich in dieser Woche ein Gast besonders wohl gefühlt: Es ist Gerda Tschinkl, die im Juni dieses Jahres 100 Jahre alt geworden ist.

„Nachdem meine vorgeplante Reise nach Bad Wildungen wegen zu geringer Beteiligung storniert wurde, habe ich mich schnell anders orientiert. Von Plauen, dem südlichsten Zipfel Sachsens, ging es jetzt also an die Ostsee. Und ich fühle mich angesichts des tollen Hotels und der Seeluft hier echt wohl“, sagt sie.

In einer netten Plauderei erzählt die noch immer agile Frau ein wenig aus ihrem bewegten Leben, das ihr so manchen Schicksalsschlag gebracht hat. Im Jahre 1942 ist ihr Mann Heinz gefallen, 1945 wurde ihr Haus in Plauen zerbombt, als Zeitzeugin ist sie mit den damaligen, schlimmsten Ereignis ihres Lebens verbunden. 1951 verstarb ihr zweiter Mann Leo, da war Sohn Heinz inzwischen schon geboren. Mit einem erstaunlichen Erinnerungsvermögen berichtet sie von ihrem Berufsalltag als Kontoristin, Büroangestellte und Sachbearbeiterin in der Likörfabrik Ludwig Gräf – bis zu ihrem 60. Lebensjahr. Danach hat sie noch bei der Sternquell-Brauerei gearbeitet und kurzzeitige Bürotätigkeiten ausgeführt.

Ende der 1950-er Jahre, hatte sie einmal einen Ferienplatz des Feriendienstes der Gewerkschaft in Koserow bekommen, später war sie dort noch einige Male privat. „In Koserow hat es mir sehr gut gefallen, die schönen Wanderwege rund um den Streckelsberg, als begeisterte Schwimmerin in der Ostsee gebadet. Das war der perfekte Ausgleich zum Winter, als ich über viele Jahre hinweg Ski gefahren bin“. Immer mit Ideen und Organisationstalent verbunden, hatte sie einer Frauen-Gymnastikgruppe angehört und später selbst eine Wandergruppe ins Leben gerufen, einmal ging es sogar für eine Woche ins Fichtelgebirge. Leider sind alle anderen Mitglieder inzwischen verstorben. Ein besonders schmerzlicher Schlag jedoch war für sie der plötzliche Tod ihres geliebten Enkels Ronny, im Jahre 2012, der in einer Berghütte ums Leben kam.

Seit vielen Jahren lebt sie in einem Seniorenheim in Neuendorf bei Plauen, hat dort eine schöne eigene Wohnung.

Noch heute sieht sie gern Landschafts- und Volksmusiksendungen im Fernsehen, ist viele Jahre lang nach Südtirol gereist. Noch überraschend gut zu Fuß, braucht sie nur wenige Tabletten, liest sie noch gern und erfreut sich an der Natur.

Für einige Tage kommt ihr Sohn Heinz aus Hamburg zu Besuch, um mit Muttern einige Ausflüge in die reizvolle Umgebung der Insel zu unternehmen.

Die Hotelleitung mit Seniorchefin Karin Kachlik wünscht der Hundertjährigen alles Gute,vielleicht kommt sie ja noch einmal wieder auf die Insel.

Gert Nitzsche

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