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Usedom „Ich bin bei Vineta Omniya, die Zeitläuferin“
Vorpommern Usedom „Ich bin bei Vineta Omniya, die Zeitläuferin“
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00:00 26.07.2016

Feuerwehrmann, Bauarbeiter oder Prinzessin, das sind die altbekannten Kinder-Antworten auf die Frage „Was willst du denn werden, wenn du groß bist?“. Der selben Frage musste sich auch Anna Jamborsky mit neun Jahren stellen. Nach jahrelangem Grübeln, ob es Artistin oder doch Leuchtturmwärterin werden sollte, entschied sie sich letzten Endes für Schauspielerin. „Meine damalige Klasse lachte mich daraufhin aus, ich sagte mir aber, dass ich das durchziehen werde“, erzählt die jetzige 28-Jährige. Sie spielte in Theaterprojekten mit und schrieb selbst Stücke, die sie mit anderen Kindern aufführte. Auch im Jugendtheaterclub Schwerin spielte sie mit. Als sie 14 Jahre alt war, besuchte sie ihr erstes Theaterstück in Rostock: „Solo Sunny“.

„Da war es um mich geschehen, und ich wollte meinen Traum wahr werden lassen“, sagt sie. Nachdem sie die Schule beendet hatte, sprach die gebürtige Brandenburgerin an einigen Schauspielschulen vor.

Auch wenn sie viele Absagen erhielt, unterstützte ihre Familie sie und half ihr, durchzuhalten. „In diesem Beruf ist es schwer, etwas zu erreichen, wenn man nicht eine Familie hat, die immer hinter einem steht und Unterstützung leistet.“, hat sie erfahren. Als sie an einem Laientheater spielte, wurde sie von dem Schauspieldirektor des Schweriner Staatstheaters entdeckt und konnte dort ohne Ausbildung für zwei Jahre kleinere und größere Rollen spielen. Nebenbei sprach sie trotzdem noch an anderen Schulen vor, so an der Theaterakademie Vorpommern. Dort klappte es endlich, und sie konnte vier Jahre in Zinnowitz studieren. Während des Studiums spielte sie bereits in einigen Stücken mit. Auch mit dabei: Vineta. Mit der Schauspielklasse war sie immer eng verbunden, was schön und anstrengend zugleich sein konnte. „ Auf alle Fälle waren wir ein gutes Team“, sagt die Zinnowitzerin.

Im letzten Studienjahr fragte sie der Chef der Landesbühne, ob sie fest in das Ensemble kommen möchte. Jetzt ist sie seit zwei Jahren dabei und spielt viele verschiedene Rollen in vielen verschiedenen Theaterstücken. „ Am leichtesten fiel mir Singen. Mit Fechten und Tanzen ging es nicht so schnell voran“, so Jamborsky. „Zwar bin ich auch oft gescheitert, und man macht viele Phasen durch, aber das bringt einen stets auch weiter. Man lernt sich selbst besser kennen“, erzählt sie offenherzig.

Das Schauspielern ist für sie nun ein Vollzeitjob. Im Vorjahr belegte sie viele Hauptrollen in mehreren Stücken. Zwar ist es schwer, so viele Texte auswendig zu lernen, mehr Proben zu besuchen und so eine große Verantwortung zu haben, aber genau das ist es, was ihr gleichzeitig auch ungemeinen Spaß macht. Momentan spielt sie in den Stücken „Vater“ und „Wunschpunsch“ in Zinnowitz mit, „Babytalk“

im Chapeau Rouge Heringsdorf, „Außer Kontrolle“ in der Blechbüchse in Zinnowitz und „Vineta“auf der Ostseebühne Zinnowitz kommen außerdem hinzu. „Ich finde es schön, dass ich meinen Traumjob gefunden habe und hoffe, dass das auch so bleibt“, so Jamborsky.

Karoline Ploetz

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