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Usedom „Ich hatte schon immer gern mit Leuten zu tun“
Vorpommern Usedom „Ich hatte schon immer gern mit Leuten zu tun“
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00:01 30.09.2017
Bürgermeisterin Susanne Darmann und Wehrleiter Klaus Paeder bei der Übergabe des Zemitzer Gemeindezentrums am 27. Mai 2010. Auf die Umsetzung dieses Vorhabens ist das Gemeindeoberhaupt bis heute stolz. Quelle: Foto: Tom Schröter

Warum sie im Oktober 1992 im Gemeinderat über das Neue Forum für das Bürgermeisteramt kandidierte? So genau weiß Susanne Darmann dies gar nicht zu sagen. „Ich hatte schon immer gern mit Leuten zu tun. Und durch meine Arbeit in der Konsum-Kaufhalle kannte ich die Einwohner“, erklärt sie. Vielleicht spielte auch der Umstand eine Rolle, dass es in der Gemeinde viel anzupacken gab und sie ihren Kolleginnen mehr als einmal scherzhaft geweissagt hatte, dass sie als Bürgermeisterin einiges zum Positiven wenden werde.

So kam es denn auch. In den 25 Jahren, in denen Susanne Darmann die Geschicke der Gemeinde Zemitz leitet (von 1993 bis 2016 als CDU-Mitglied), hat sich manches getan. Die Straße Weiblitz, die Pinnowreihe und die Hohenseer Seestraße wurden ausgebaut, zusätzliche Straßenlaternen in Wehrland und Zemitz installiert, die kommunalen Wohnblocks in Zemitz, Hohensee sowie Bauer komplett- bzw.

teilsaniert. Und das Schloss in Bauer kam bei Prof. Dr. Hans-Gert Roloff und Klaus Berge in gute Hände. Besonders stolz ist die Jubilarin auf das moderne Zemitzer Gemeindezentrum, das samt Spritzenhaus nach langer Planungs- und kurzer Bauphase im Mai 2010 feierlich eingeweiht werden konnte.

Andererseits, so räumt die 63- Jährige ein, gibt es in der Kommune noch viel zu tun. „Als eines der längsten Dörfer in Vorpommern haben wir uns um ein langes Straßennetz zu kümmern“, macht sie deutlich. Die Zemitzer Holzkoppelreihe und der Sandhofring in Bauer etwa müssten noch befestigt werden, was aber im Interesse der Anlieger nur mit Fördermitteln gehe. „Auch mit dem Zustand des früheren Kreisbetriebes für Landtechnik in Hohensee bin ich unzufrieden“, sagt sie mit Blick auf die verfallene Immobilie. Und die alte Gutshofanlage am Sandhof in Bauer liege zum allgemeinen Bedauern nach wie vor im Dornröschenschlaf. Für den Nachfolger oder die Nachfolgerin bleibt also noch einiges zu tun. 2019 werde mit der laufenden Legislaturperiode auch ihre Bürgermeister-Tätigkeit enden, sagt die Frau, die sich in ihren Ehrenämtern nicht schonte. Schließlich fungierte die gebürtige Koserowerin von 2004 bis 2016 auch als Vorsteherin des Amtes Am Peenestrom und von 1995 bis 2015 als Kreistagsabgeordnete.

Susanne Darmann ist landauf, landab bekannt. Dazu trug nicht zuletzt ihre Arbeit als Fachverkäuferin für Waren des täglichen Bedarfs bei. In Konsum-Läden in Wolgast, und hier von 1972 bis 1977 in der Verkaufsstelle an der Saarstraße, baute sie einen persönlichen Kontakt zur Kundschaft auf. 1978, nach der Geburt der Tochter, arbeitete sie erst im Konsum im Schloss Bauer, in Nachbarschaft zur von Ursula Engel geführten Gaststätte, und dann bis 1993 in der Zemitzer Kaufhalle, die sie lange leitete. Später war sie, nach einer Umschulung zur Köchin, erst im Schlosshotel Buggenhagen und dann im Zinnowitzer Dünenschloss beschäftigt: „Nebenbei die Ehrenämter auszufüllen, das war nicht leicht. Aber es hat mir immer Spaß gemacht.“

Tom Schröter

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