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„Ich möchte, dass die Dörfer einen schönen Anblick haben“

Rankwitz „Ich möchte, dass die Dörfer einen schönen Anblick haben“

Robert Köster aus Rankwitz setzt sich für die Gemeinde und die Wehr ein

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Robert Köster ist tief verwurzelt mit dem Lieper Winkel und möchte dort auch bleiben.

Quelle: Foto: Ingrid Nadler

Rankwitz. Robert Köster ist einer, der auf der Insel tief verwurzelt ist. Er hat es drei Jahre in der Fremde versucht und ist mit wehenden Fahnen zurück gekehrt. Nach Rankwitz, in seinen Lieper Winkel. Wo der Großvater Fischer war und später auch Vater Ewald. Robert hingegen ist Landwirt geworden. Er liebt es, den Acker mit schwerer Technik zu zerfurchen.

„Hier gehe ich nicht mehr weg“, ist sich der 36-Jährige sicher, der sich mit landwirtschaftlicher Lohnarbeit und als kommunaler Dienstleister seine Unabhängigkeit und sein Auskommen gesichert hat.

Für die Gemeinde ist diese Bodenständigkeit in mehrfacher Hinsicht ein Glücksfall, denn Roberts zweite Passion ist die Feuerwehr. Er ist Wehrführer.

„Wir haben eine stabile Truppe und sogar fünf unserer Kameraden vor Ort, die ihre Arbeit sofort niederlegen und zum Einsatzort eilen können. Unsere räumlichen Bedingungen sind mit dem Neubau in Liepe ideal geworden“, lobt Köster den Stellenwert, den die Feuerwehr in der Gemeinde einnimmt. „Natürlich warten wir sehnsüchtig auf ein neues Löschfahrzeug“, schiebt der Wehrführer gleich hinterher. Er geht zu jeder Gemeindevertretersitzung und achtet darauf, dass seine Forderungen und Bedenken in Sachen Brandschutz zu Protokoll genommen werden. Sicher ist sicher.

Vieles habe sich seit seiner Kinderzeit verändert. Er nennt es kapitalistisch und meint, eine gewisse soziale Kälte ausgemacht zu haben. „Früher haben wir hier viel mehr Gemeinsamkeiten gehabt. Viele meiner Alterskameraden sind auf der Suche nach Arbeit und Abwechslung weggezogen.“ Aber es gibt wieder etwas, was ihn hoffen lässt. „Der Heimatverein pflegt unsere alten Traditionen und sorgt sorgt, dass Alteingesessene und neue Einwohner zueinander finden. Es gibt wieder Osterfeuer, Erntefeste, die Feste auf dem Jungfernberg und die beliebten Klön-Nachmittage. Gerade wird die alte Dorfschule als Gemeinschaftshaus saniert. Das finde ich prima. Deshalb bin ich Mitglied geworden.“

Der Rankwitzer hat neben seinem Ehrenamt als Feuerwehrmann noch eine weitere Möglichkeit, sich für seine Mitbürger einzusetzen. Er hat als Unternehmer einen Kommunalvertrag mit der Gemeinde abgeschlossen und sorgt dafür, dass Straßen, Wege und z. B. die Buswartehäuschen in Ordnung sind. Er will sich noch eine Kehrmaschine anschaffen, um den Streusand leichter von den Straßen zu kriegen und liebäugelt auch mit einer Bankettmähmaschine. „Ich möchte, dass die Dörfer optisch einen schönen Anblick bieten.“ Wenn das Wetter es zulässt wird Robert an den Ortseingängen Pflanzkübel aufstellen, in denen Blumen blühen sollen. Fachkundige Beraterin ist hierbei seine Mutter Elke.

Nebenbei schaut Köster regelmäßig nach, ob die Hydranten in den kleinen Ortsteilen in Ordnung sind. Durch und durch ein Feuerwehrmann halt. Überhaupt, lassen sich seine beiden Betätigungsfelder kaum auseinanderhalten. Wie gesagt, ein Glücksfall für die Gemeinde.

Der junge Mann mag die Ruhe des Winters, die bald vorbei sein wird. In wenigen Wochen wird er neben seinen kommunalen Verpflichtungen als Lohnarbeiter über die Felder fahren. Hoch oben auf seinen schweren Maschinen sitzend fühlt er sich am wohlsten. „Mein Spielzeug“, sagt er und lacht.

Preisträger gesucht

Die Achterkerke-Stiftung vergibt gemeinsam mit der OSTSEE-ZEITUNG einen Ehrenamtspreis. Je ein Verein/eine Gruppe aus dem Bereich der Greifswalder Zeitung und der Usedom-Peene-Zeitung, die sich auf ganz besondere Weise seit Jahren im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit engagieren, sollen auf dem vierten OZ-Ball am 4. März im Heringsdorfer Kaiserbädersaal gebührend geehrt werden.

Der Ehrenamtspreis ist mit jeweils 2500 Euro dotiert. Noch ist Zeit zum Bewerben: Die Begründung schicken Sie bitte per E-Mail an: lokalredaktion.zinnowitz@ostsee-zeitung.de

Am Ende entscheidet eine Jury über die besten Einsendungen.

Ingrid Nadler

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