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Usedom Idee: Zusatzrente für aktive Feuerwehrleute
Vorpommern Usedom Idee: Zusatzrente für aktive Feuerwehrleute
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00:05 04.12.2017
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) nahm sich in Schwerin auch Zeit für ein Gespräch mit Vorpommern- Greifswalds Kreis-Brandmeister Marko Stange (r.) und seinem Vize Wolfgang Hümer. Quelle: Foto: Dietrich Butenschön
Schwerin

/Karlshagen. Am Sonnabend hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) 62 Frauen und Männer mit der Ehrennadel für besondere Verdienste im Ehrenamt ausgezeichnet. Sie wurden von ihr während einer Festveranstaltung im Goldenen Saal des Neustädtischen Palais in Schwerin überreicht. Zu den sechs Angehörigen freiwilliger Feuerwehren, die diese Ehrung erhielten, gehören Marko Stange, Kreisbrandmeister von Vorpommern-Greifswald, und sein Vize Wolfgang Hümer.

Stange war von 2001 bis 2009 stellvertretender Kreiswehrführer und danach bis 2010 Kreiswehrführer im Landkreis Uecker-Randow. 2012 wurde er zum Chef des Feuerwehrverbandes Vorpommern- Greifswald gewählt. Damit verbunden war die Berufung zum Kreisbrandmeister durch den Kreistag. Sein Vize Wolfgang Hümer ist seit 1977 Angehöriger der Freiwilligen Feuerwehr Karlshagen und seit 1999 deren Wehrführer. Seit 2012 ist er stellvertretender Vorsitzender des Feuerwehrverbandes Vorpommern-Greifswald.

Etwa zehn Prozent der am Sonnabend Ausgezeichneten sind Mitglieder von freiwilligen Feuerwehren. Marko Stange freut dies. Was die Ministerpräsidentin gerade zur Rolle der ehrenamtlichen Brandschützer an anerkennenden Worten gesagt habe, sei allen sicher ein Ansporn, zumal die Ehrung eigentlich allen rund 6500 Kameradinnen und Kameraden in den 148 freiwilligen Feuerwehren des Kreises Vorpommern-Greifswald gebühre. „Wir vergessen aber nicht“, so Stange, „ dass es bis zu einer durchgängigen Wertschätzung des Ehrenamtes in der Feuerwehr in der gesamten Gesellschaft noch ein langer Weg ist.“

So sei Ende November die Unterzeichnungsfrist für eine vom Landesverband Sachsen ausgegangene Online-Petition ausgelaufen, mit der die Einführung einer Zusatzrente für aktive Feuerwehrleute erreicht werden soll. Wenn dabei mindestens 54 000 Unterzeichner zusammengekommen sind, müsse sich der Bundestag mit diesem Thema befassen. Stange: „Diese Art der Anerkennung erscheint uns viel wichtiger und dringlicher als die mittels des so genannten Stiefelgeldes. Mit diesem Begriff können wir und die allermeisten Kameraden sowieso kaum etwas anfangen, zumal damit die Verantwortung komplett auf die ohnehin meist finanziell überforderten Kommunen abgewälzt wird.“

Zur Wahl des Vorstandes des Kreisfeuerwehrverbandes im März 2018 wollen Marko Stange und Wolfgang Hümer wieder antreten. „Neben der Aufgabe, das Ehrenamt im Brandschutz noch attraktiver zu machen und die Werbung neuer Mitglieder zu verstärken, muss sich der neu zu wählende Vorstand in Zusammenarbeit mit den zuständigen staatlichen Stellen um die schrittweise Ausmusterung der immer noch in nicht wenigen Wehren vorhandenen DDR-Technik kümmern“, meint Hümer. „Wenn auch das eine oder andere Fahrzeug nostalgische Gefühle bei älteren Kameraden wecken mag, diese Technik ist nun mal überholt und behindert oft allein durch ihr Vorhandensein in den Gerätehäusern eine Neuausrüstung und damit höhere Einsatzfähigkeit.“ Auch gelte es, möglichst alle Wehren zu erhalten.

Hümer erinnert anlässlich des morgigen „Tag des Ehrenamtes“ nicht zuletzt daran, dass so viele Menschen den Schutz von Leben, Hab und Gut so relativ wenigen Feuerwehrangehörigen anvertrauen. So leben zum Beispiel im Ostseebad Karlshagen rund 3400 Einwohner, hinzu kommt eine vielfach höhere Zahl an Gästen. Die Freiwillige Feuerwehr des Ortes zählt dagegen nur 27 Aktive.

Dietrich Butenschön

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