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Usedom Ideen für Usedom auf der ITB
Vorpommern Usedom Ideen für Usedom auf der ITB
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06:10 09.03.2018
Barkeeper Thomas Richter und Vize-Restaurantleiter Jens Dietrich (r.) vom Hotel zur Post in Bansin mixten schmackhafte Getränke.
Berlin

Kommt man von Norden, führt der Weg zunächst durch Skandinavien und das grüne Irland. Dann einen kleinen Schlenker durch das Luther-Land Thüringen und das betont kulturvolle Sachsen. Wieder nach Norden gehend, erreicht der Besucher der Internationalen Tourismusbörse in Berlin Schleswig-Holstein und schließlich das meist lärmende Hamburg. Hat er all das hinter sich, taucht er ein – in Mecklenburg-Vorpommern.

Auf der weltweit größten Tourismusmesse trafen sich Politiker, Funktionäre und Hoteliers

Mit den Worten „endlich angekommen“ begrüßte Sebastian Ader, Vorsitzender des Tourismusverbandes Insel Usedom, dann auch die Gäste am Usedom-Abend auf der weltweit größten derartigen Messe. Und meinte damit nicht den Weg durch die Hallen, sondern, dass die Insel so etwas wie ein Ruhepunkt ist, an dem man sich rundum wohl fühlt. Etwas nervös wirkte der Chef des Tourismusverbandes vor dem großen Auftritt. Würden auch alle Eingeladenen zum Usedom-Abend kommen, würde es eine schöne Zeit werden? Beides ist nun zu bejahen. Gut 120 Gäste unterhielten sich prächtig und verständigten sich miteinander in kleinen Runden darüber, wo es denn hingehen soll mit dem Tourismus auf der Insel. Harry Glawe, dessen Wirtschaftsministerium auch für Tourismus zuständig ist, war gern gesehener Gesprächspartner. Er lobte die Erfolge, mahnte aber gleichzeitig an, dass das Land in der Unterstützung für die Region nicht nachlassen dürfe. Und er fand auch einen Ansprechpartner dafür: Philipp Amthor. Der junge CDU-Bundestagsabgeordnete aus MV konnte aber zunächst auch nichts weiter tun, als die leeren Hosentaschen zu zeigen. Volker Brautzsch, Vorstandsvorsitzender des Hotelverbandes der Insel, beobachtete dies genau. Und mahnte im Gespräch mit der OZ an, das „wirtschaftliche Zugpferd Nummer eins im Land“ nicht zu vernachlässigen. Gerade im Gastgewerbe seien viele Arbeitsplätze geschaffen worden. Dass es in der vergangenen Saison einen leichten Urlauberrückgang gab, führte Brautzsch auf das schlechte Wetter zurück.

Die altbekannten Infrastrukturprobleme der Insel bestehen wetterunabhängig. Öffentlicher Nahverkehr auf Kurkarte? Kostenfreie UBB? Ganz ohne Auto auf die Insel? Das waren nur einige Gedanken, die in den Runden geäußert wurden. Und natürlich kam die Rede auf das A20-Loch bei Tribsees! Aber Brautzsch sieht der Sache gelassen entgegen. Zumal er mit Christian Pegel, dem Minister für Infrastruktur, der mit seinem Kind zum Usedom-Abend gekommen war, Antworten aus erster Hand bekommen konnte. Gut, dass die Einladungsliste für diesen Abend so weit gefächert war, sodass nicht nur Politiker und Wirtschaftsleute miteinander ins Gespräch kommen konnten. Da sah man Jürgen Kern, Intendant von „Klassik am Meer“, das Festival, das in diesem Jahr sein 20jähriges Jubiläum feiert, im Gespräch mit Philipp Amthor. Auch der Intendant des Usedomer Musikfestivals Thomas Hummel war mit von der Partie – und ihm müssen die Ohren geklungen haben, als Sebastian Ader gerade das Musikfestival, „7 Malen am Meer“ und die Vineta-Festspiele als wichtige Faktoren lobte, die den Urlaub auf Usedom zu etwas Besonderem machten. Alle sprachen sich übrigens unisono für Qualitätstourismus aus, ob Lars Petersen, der Bürgermeister von Heringsdorf, der ein neues Konzept der Tourismusentwicklung präsentieren will, oder Petra Bensemann, die Direktorin von „Das Ahlbeck“, die in ihrem Refugium Qualitätstourismus seit Jahren lebt. Sie versteht es mit scheinbar kleinen Dingen für gutes Wetter auch bei Regen zu sorgen. Dem Gast den Wunsch von den Augen abzulesen und ihm mit viel Freundlichkeit zu begegnen, das verstehe sie unter Qualitätstourismus. Und das sei nicht teuer, brauche keine komplizierten Strukturen, sondern nur die Liebe zur Insel und ihren Urlaubern.

Martina Krüger

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