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Usedom Im Landkreis: Immer mehr Einsätze für Rettungsdienst
Vorpommern Usedom Im Landkreis: Immer mehr Einsätze für Rettungsdienst
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00:00 19.11.2016

. Dr. Lutz Fischer, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes im Landkreis Vorpommern-Greifswald, spricht davon, dass Rettungs- und Notarztwagen sowie der Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung häufiger unterwegs sind als noch vor drei oder vier Jahren. Timm Laslo, Betriebsleiter des kreislichen Rettungsdienstes, belegt die Aussage mit Zahlen: „Im Jahr 2014 gab es 45000 Rettungseinsätze, im vergangenen Jahr waren es 50000, und in diesem Jahr rechnen wir mit 53000 Rettungseinsätzen.“ Für Lutz Fischer ist das nicht außergewöhnlich. „Das Durchschnittsalter der Bevölkerung steigt und damit nehmen im Alter ernsthafte Erkrankungen zu, die einen schnellen medizinischen Einsatz erfordern“, begründet er die Zunahme der Noteinsätze.

Im Landkreis gibt es derzeit 19 Rettungswachen und zwölf Notarztstandorte inklusive der integrierten Rettungsleitstelle in Greifswald. Für die Einsätze stehen im Kreisgebiet 60 verschiedene Fahrzeuge bereit. Die Leistungserbringer sind nach Worten des Kreis-Sozialdezernenten Dirk Scheer (parteilos) das DRK Ostvorpommern Greifswald, das DRK Uecker-Randow, das DRK Demmin, der Arbeiter-Samariter-Bund Vorpommern- Greifswald und in Greifswald HKS mit ihrer Stadtrettungswache. Der an der Unimedizin stationierte Rettungshubschrauber wird durch die DRF Luftrettung betrieben. Um den Herausforderungen im ländlichen Bereich noch besser gerecht zu werden, hat sich das Team des Eigenbetriebes Rettungsdienst des Landkreises Vorpommern-Greifswald personell vergrößert und vor allem wegen der Rund-um-die- Uhr-Verfügbarkeit Dr. Peter Brinkrolf als zweiten Ärztlichen Leiter eingestellt.

Dezernent Scheer spricht von kompetenter Verstärkung und „einem Glücksfall“. Denn Brinkrolf ist von Hause aus Anästhesist. Er kommt aus Münster und hat das Rettungswesen von der Pike auf gelernt, ist schon „während des Zivildienstes als Rettungssanitäter mit im Rettungswagen gefahren“, sagt er. Nach wie vor fliegt er Notarzteinsätze mit oder ist auf der Straße im Einsatz. „In einer ländlich geprägten Gegend wie MV bekommt man dabei am besten ein Gespür für die Wichtigkeit des Rettungsdienstes“, betont er.

„Die Vorhaltung der Standorte und der Technik ist sehr wichtig. Aber für die Qualität des Rettungsdienstes sorgen vor allem die Mitarbeiter“, sagt Lutz Fischer. Damit auch künftig die durchschnittlichen Hilfsfristen eingehalten werden, arbeitet die Führungsmannschaft des Eigenbetriebs daran, den Rettungshubschrauber endlich auch nachts fliegen zu lassen. „Gerade bei Schlaganfällen und Herzinfarkten zählt jede Minute“, betont Fischer.

Fischer rechnet, ebenso wie Scheer und Brinkrolf, damit, dass es dazu in Kürze vom Land neue Entscheidungen gibt. „Das ist unerlässlich, wenn im Rettungsdienst das Sicherheitsniveau gehalten werden soll“, sagt Dirk Scheer und spricht von notwendigen Verstärkungen der Wachen. Diskutiert werden müsse aber auch die mögliche Standortverschiebung von Rettungswachen. Vom Land werde dazu ein Gutachten erarbeitet. „Mit der Verstärkung des Eigenbetriebes durch einen erfahrenen Notfallmediziner sind wir dafür bereits bestens vorbereitet“, betont der Dezernent.

Cornelia Meerkatz

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