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Usedom Immobilien und Unternehmen: Investoren entdecken Anklam
Vorpommern Usedom Immobilien und Unternehmen: Investoren entdecken Anklam
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00:17 04.05.2018
Jan Poleske (l.) von der Anklamer Regionalinvestitions AG stellt den Tagungsteilnehmern in der Schalterhalle des historischen Postgebäudes das Bauprojekt und das Nutzungskonzept des späteren Hotels vor, das voraussichtlich im Frühjahr 2019 eröffnet werde. Quelle: Fotos: Tom Schröter
Anklam

Es macht Spaß, durch Anklam zu flanieren. Gewiss, es gibt noch allerhand zu tun. Aber: Das Ortszentrum widerspiegelt wieder etwas vom Stolz der Hanse- und Lilienthalstadt. Die im Zweiten Weltkrieg zerbombte Marktplatzbebauung hat endlich ein sehenswertes Pendant erhalten. Wo zu DDR-Zeiten zweckmäßige Plattenbauten hingeklotzt wurden, reihen sich

heute wie zu früherer Zeit wieder schmucke Wohn- und Geschäftshäuser mit vielfältiger Fassadenstruktur aneinander. Alle Ladenlokale sind besetzt: Kleine Boutiquen, Bäcker und Cafés locken die Kundschaft.

Und an der Steinstraße drehen sich bereits die nächsten Kräne. Gestern lud Jan Poleske am 4. Immobilientag Vorpommern im alten Postgebäude zum Mittagessen ein. Stolz präsentierte der Vorstand der Anklamer Regionalinvestitions-Aktiengesellschaft (ARE) das aktuelle Umbau- und Erweiterungsvorhaben. Für über zehn Millionen Euro mutiert das unter Denkmalschutz stehende Objekt zum Hotel „Anklamer Hof“ mit 75 Doppelzimmern, lichtdurchfluteter Lobby mit Kamin und Glaskuppel, dem „Hansekeller“ im Backsteingewölbe, mehreren Veranstaltungsräumen, einem „Uwe-Johnson-Zimmer“ mit Bibliothek, einem Spa-Bereich mit Sauna, Wellness und kleinem Schwimmbad...

Einer der Investoren des Projekts sei Martin Viessmann, Chef des gleichnamigen Konzerns, berichtet Unternehmensberater Poleske, der das schon seit längerem laufende Vorhaben maßgeblich initiiert hat.

Wenn der „Anklamer Hof“ im Frühjahr 2019 eröffnet wird, soll er als noble Herberge und gleichsam als „wirtschaftsdiplomatische Einrichtung“ fungieren. Soll heißen: „Unternehmen können hier Interimsbüros für künftige wirtschaftliche Ansiedelungen einrichten.“

80 Teilnehmer zählte der 4. Immobilientag Vorpommern, zu dem die Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern mbH in den Saal der Kreissparkasse am Pferdemarkt eingeladen hatte. „Mit der Resonanz bin ich zufrieden“, sagte Rolf Kammann, Geschäftsführer des Veranstalters. Gekommen waren Bürgermeister, Verwaltungsmitarbeiter, Vertreter von Firmen und Wohnungsbauunternehmen, Makler und Projektentwickler. „Unser Immobilientag, der diesmal unter dem Themenschwerpunkt ,Ländlicher Raum’ steht, ist eine Werbeveranstaltung für den Standort Vorpommern und die Immobilienwirtschaft im weiteren Sinne.“

Die Anklamer nutzten das Forum, um ihre Stadt ins Blickfeld zu rücken. Zunächst präsentierte Bürgermeister Michael Galander (Initiativen für Anklam) eine genauso kühne wie verlockende Vision für das in der St. Nikolai-Kirche geplante „Ikareum – Lilienthal Flight Museum“. Später sprach Unternehmensberater Poleske über „Eine Zukunft in Anklam – Laut nachgedacht“. Der gebürtige Anklamer, der für sich und seine Familie in Anspruch nimmt, sich in der Peenestadt „sauwohl“ zu fühlen, verwies auf die Ansiedelung mehrerer Unternehmen innerhalb der vergangenen Jahre und resümierte: „Anklam könnte durchaus zu einer Vorzeigestadt werden.“ Er nannte unter anderem die Deutsche Bettenwerk Antex GmbH, die Anklam Extrakt GmbH und die Pläne des internationalen Reifenherstellers Continental für das Taraxagum Lab Anklam. Hier, so Poleske, sollen zunächst 35 Millionen, optional jedoch ein Vielfaches dieser Summe investiert werden.

Tom Schröter

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