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In Swinemünde wird das Trinkwasser knapp

Swinemünde In Swinemünde wird das Trinkwasser knapp

Neue Tiefbrunnen und Speicher sollen helfen / 2017 steigen die Gebühren

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„Schon in den 1980er Jahren gab es einen Trinkwassermangel. Das werde ich nicht wieder zulassen.“Janusz Zmurkiewicz, Stadtpräsident

Swinemünde. könnte bald ein Problem mit der Trinkwasserversorgung bekommen. Die Stadt muss schnellstens neue Trinkwassertiefbrunnen erschließen. Tut sie das nicht, drohen in ein paar Jahren Schwierigkeiten mit der Trinkwasserversorgung. Grund dafür sind neue Vorschriften, die die Nutzung der bestehenden Brunnen stark einschränken. Das würde zu Lasten der Einwohner gehen, denn dann ließen sich steigende Gebühren für das Trink- und Abwasser nicht vermeiden. Und das schon ab dem Jahr 2017.

Während der jüngsten Sitzung des Stadtrates am 24. November gab es eine heftige Diskussion zur Planung der Wasser- und Abwasserwirtschaft für die kommenden Jahre. Es hatte sich herausgestellt, dass es aufgrund der neuen Vorschriften und der steigenden Nachfrage nach Trinkwasser nun erforderlich ist, im Eiltempo nach neuen Trinkwasserquellen zu suchen. Nach vorläufiger Schätzung kann diese Investition sogar 50 Millionen Zloty kosten. Das Zeitfenster sei begrenzt, denn die wasserrechtliche Genehmigung für das Wasserwerk „Granica“ läuft 2018 aus. Das gilt in den kommenden Jahren auch für andere Tiefbrunnen. Hinzu kommt, dass die neuen wasserrechtlichen Genehmigungen wesentlich restriktiver ausgelegt werden.

„Ich kann mich noch daran erinnern, als es in den 1980er Jahren einen Trinkwassermangel gab. Das werde ich nicht zulassen“, versicherte Präsident Janusz Zmurkiewicz den Abgeordneten.

Neue wasserrechtliche Vorschriften in Polen bringen deutliche Beschränkungen im Betrieb von Tiefbrunnen. Dabei geht es um den Schutz von Trinkwasservorkommen. Derzeit verfügt Swinemünde über zwei unabhängige Systeme der Trinkwasserversorgung für die Stadtteile am westlichen und östlichen Ufer. Dazu gehören die Tiefbrunnen „Wydrzany”, „Granica”, „Wydmy” und „Odra”. Aktuelle Genehmigungen erlauben es, rund 10000 Kubikmeter Wasser für den westlichen Stadtteil zu liefern. Das deckt die aktuelle Nachfrage ab.

Nach Auslauf aller wasserrechtlichen Genehmigungen im Jahr 2021 dürfen nur noch 7000 Kubikmeter Wasser pro Tag entnommen werden und somit wird eine erhebliche Unterversorgung entstehen. Die einzige Lösung wäre die Erschließung einer neuen Wasserquelle. Doch dafür ist die Zeit zu knapp. Die sinnvollste Lösung wäre unter diesen Umständen die Nutzung des Trinkwassertiefbrunnens „Kodrabek“

auf der Insel Wollin. Diese Investition würde in Kooperation mit den Gemeinden Swinemünde, Misdroy und Wollin erfolgen. Darüberhinaus gibt es weitere Lösungsvorschläge.

„Wir haben einen Auftrag zur Erarbeitung einer Methode zur Speicherung von Regenwasser in Arbeit gegeben. Die Ergebnisse werden uns zum Monatswechsel Februar-März 2017 vorliegen. Wir ziehen auch die Wasserversorgung aus dem Reservoir des Stettiner Haffs in Betracht“, erklärte Malgorzata Bogdal, die Geschäftsführerin der Wasserwerke ZWiK (Zaklad Wodociagów i Kanalizacji) in Swinemünde.

Die Wasserwerke ZWiK planen neue Bohrungen am Wasserwerk „Granica“. Das sei zwingend erforderlich, weil sich seit einigen Jahren an bestimmten Brunnen ein großer Qualitätsverlust (Farbe, Mangan, Eisen) bemerkbar mache.

Andererseits soll bei steigender Wassernachfrage in der Sommersaison der Bau von Wasserspeichern helfen. 2016 begann die Ausschreibung zum Bau von Wasserspeichern mit dem Gesamtvolumen von 2000 Kubikmetern. Der erste Speicher soll schon 2017, weitere 2019 entstehen.

Ideen gibt es also viele. Nach wie vor offen ist, inwieweit sich Misdroy oder Wollin am Projekt beteiligen. Ohne deren Mitarbeit muss Swinemünde die Gesamtinvestition alleine stemmen. Ein Teil der Kosten würden dann die Einwohner tragen, die mit steigenden Gebühren für das Trink- und Abwasser rechnen müssen.

Schon 2017 sollen die Gebühren steigen. Der Preis für einen Kubikmeter Wasser soll dann 9,22 Zloty betragen. Das bedeutet eine Steigerung um 1,7 Prozent.

Radek Jagielski

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