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In Wangelkow entsteht Lehrhof für ökologischen Landbau

Wangelkow In Wangelkow entsteht Lehrhof für ökologischen Landbau

Die Europäische Union fördert den Umbau eines Wohnhauses zur kombinierten Wohn- und Bildungsstätte / Ende September sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein

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Für 230000 Euro wird zurzeit das Wohnhaus von Elke Pupke (rechts im Bild) zur kombinierten Wohn- und Ausbildungsstätte umgebaut. Die Europäische Union fördert das Vorhaben. Im Bild links Martin Schröter von der Leader-Aktionsgruppe „Vorpommersche Küste“, neben ihm Architektin Cornelia Frankenstein.

Quelle: Fotos: Tom Schröter

Wangelkow. Der Ort Wangelkow im Lassaner Winkel besteht nur aus wenigen Häusern. Aus Richtung Jamitzow führt ein ausgefahrener Feldweg zu dem Dörfchen, das als ein Hort für nachhaltige Landwirtschaft bezeichnet werden kann. Claudia Pupke und Ines Wolf betreiben hier seit vielen Jahren ihren ökologisch und solidarisch wirtschaftenden Hof „Schwarze Schafe“.

OZ-Bild

Die Europäische Union fördert den Umbau eines Wohnhauses zur kombinierten Wohn- und Bildungsstätte / Ende September sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein

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Anstatt von einem imaginären Markt abhängig zu sein, sollten die Bauern ihre Produk- te selbst veredeln.“Claudia Pupke, Landwirtin

Feldbewirtschaftung, die Haltung von etwa 200 Ostfriesischen Milchschafen sowie die Arbeit in Käserei und Backstube bestimmen den Alltag der Landwirtin und der Gärtnerin. Die Produkte vermarkten sie in der Region über die Kooperative „Solidarische Landwirtschaft“ und auf dem Ökomarkt am Greifswalder Fischmarkt.

Künftig wollen die Betreiberinnen des Hofes ihr Wissen und ihre gesammelten Erfahrungen rund um die Biolandwirtschaft verstärkt jungen Menschen zur Verfügung stellen. In einem Teil des Wohnhauses von Claudia Pupke in Wangelkow entsteht zurzeit in Regie des Vereins zur Förderung der solidarischen Lebensgestaltung mit Sitz in Herleshausen ein für vier bis sechs Auszubildende ausgelegter Lehrhof. „Hier soll jungen Menschen eine außerschulische berufsorientierte beziehungsweise berufliche Bildung angeboten werden“, erklärt Claudia Pupke. Da traditionelles Handwerk und die Veredelung landwirtschaftlicher Erzeugnisse heutzutage nicht mehr Bestandteile der Ausbildung zum Landwirt seien, schließe der Lehrhof eine Lücke.

Die Europäische Union fördert den Umbau des Wohnhauses aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). 90 Prozent der Gesamtkosten in Höhe von 230

000 Euro kommen von der EU. „Der Rest wird zum Beispiel über Spenden und Privatdarlehen finanziert“, sagt Claudia Pupke.

„Im Dachgeschoss entstehen vier Zimmer, ein großer Gesellschaftsraum und zwei Bäder“, berichtet die verantwortliche Architektin Cornelia Frankenstein. Im Interesse der Statik werden im Zuge des Umbaus durch die Teterower Zimmerei Kaden und Subunternehmer marode Balken entfernt und durch frisches Kiefernkantholz ersetzt. Einige Balken müssen mit Stahlträgern armiert werden, was mehreren in der Vergangenheit erfolgten Umbauten geschuldet ist. Eine so genannte Zellulose-Einblasdämmung soll für ein angenehmes Klima im Wohnbereich sorgen. Abschließend erhält das gut 150 Jahre alte Wohnhaus wieder eine Ziegeleindeckung. Zudem ist an der Nordseite der Anbau eines Balkons vorgesehen. „Wir wollen versuchen, Ende September mit allem fertig zu sein“, gibt Cornelia Frankenstein die Zielrichtung vor.

Die Nutzer des Lehrhofes sollen später mindestens anderthalb Jahre in Wangelkow verbringen und möglichst selbstständig agieren. Die Nutzungsvereinbarung mit dem Herleshausener Verein schließt auch Flächen ein, die zum Hof „Schwarze Schafe“ gehören. Insgesamt bewirtschaftet der Hof gut 70 Hektar, die größtenteils von der Landgesellschaft MV, dem Peenetal-Zweckverband und der Nabu-Stiftung angepachtet sind. Diese werden als Grünland und für den Anbau von Kleegras, Hafer und Wickroggen genutzt.

Tom Schröter

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