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Usedom In der Heimat geblieben, um anderen zu helfen
Vorpommern Usedom In der Heimat geblieben, um anderen zu helfen
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00:01 05.12.2017
Wolgast

Bielefeld, Hamburg, Wismar: Viele Freunde von Romy Trost haben die Herzogstadt nach der Schulzeit verlassen, um woanders einen Beruf zu erlernen oder zu arbeiten. Die 18-Jährige blieb ihrer Heimatstadt treu und begann eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement im Albert-Schweitzer Familienwerk in der Stadt am Peenestrom. Seit Anfang September plant, koordiniert und organisiert sie die Abläufe am Schreibtisch. Die Wolgasterin mag ihren Job.

Im 1. Lehrjahr: Romy Trost (18) aus Wolgast. Quelle: Foto: Hannes Ewert

Der jungen Frau sind die Abläufe in dem Albert-Schweitzer Familienwerk allerdings nicht unbekannt. „Ich habe vor meiner Ausbildung einen Bundesfreiwilligendienst im Kinderdorfhaus Nordlicht absolviert“, sagt sie stolz. Dann stand für sie fest: Hier möchte sie bleiben. Zumal sie von zu Hause bis zur Arbeit nur drei Minuten zu Fuß geht.

„Beim Bundesfreiwilligendienst habe ich mich sehr viel mit den Kindern aus sozialschwachen Familien beschäftigt. Für mich stand aber fest, dass die Verwaltung mich eher interessiert“, erklärt sie.

Das Kinderdorfhaus in der Wolgaster Innenstadt integriert die Kinder in das Stadtleben mit Vereinen, Schulen und kulturellen Angeboten. Ob Sport, Musik oder kreatives Arbeiten – ein Jahr lang beschäftigte sich die Teenagerin mit den kleinen und großen Kindern.

Rita Bohn, Leiterin des Kinderdorfhauses, auch die Kinderdorfhausmutter genannt, findet über Romy Trost nur lobende Worte. „Sie hat den Kindern Werte vorgelebt, wie Pünktlichkeit, Ordnung und Besonnenheit. Wir vermissen Romy Trost sehr mit all ihren jugendlich-frischen Ideen“, sagt sie. Jetzt warten allerdings neue Herausforderungen auf die junge Frau. „Ich muss in regelmäßigen Abständen in die Berufsschule nach Greifswald. Dort wird der theoretische Teil der Ausbildung vermittelt, hier der praktische Teil.“

In Wolgast fühlt sich die 18-Jährige recht wohl. „Manchmal wünsche ich mir die ein oder andere Bar, wo man abends gemütlich sitzen kann. Es muss ja nicht unbedingt eine große Diskothek sein. Oder mehr Möglichkeiten zum Shoppen. Ich gehe sehr gerne einkaufen“, sagt sie.

Angeleitet wird Romy Trost, die die erste Azubine überhaupt im Familienwerk ist, von ihrer Ausbilderin Anika Hauschild. „Mit Romy Trost investieren wir in die Zukunft unseres Familienwerkes. Wir brauchen junge Menschen, die unsere Arbeit bereichern“, sagt sie. „Mit Frau Trost wussten wir, dass wir eine zuverlässige junge Frau ins Familienwerk geholt haben, weil wir uns bereits durch den Bundesfreiwilligendienst gut kannten“, erklärt sie.

Auch die Firma AEN, die jährlich die Peenekonzerte veranstaltet und am Sonntag die Weihnachtsgala austrug, will sich an der OZ-Weihnachtsaktion beteiligen.

Danke an die Spender

Gudrun Dunzik (50 Euro), Brigitte Meyer (10 Euro), Anke Zekai (50 Euro), Christina und Heinz Lüdtke (10 Euro), Sibylle Maaß (15 Euro), Hannelore und Joachim Klietmann (30 Euro), Wilfried und Margot Schmidt (20 Euro), Christiane und Wolfgang Telle (20 Euro), Elke Koch (10 Euro), Michael und Andrea Schantze (50 Euro), Andreas und Heidi Laue (20 Euro), Margit Schultz (20 Euro), Christine Schmidt (20 Euro), Klaus und Karla Fünning (20 Euro), Wolfgang und Eva Ewert (20 Euro), Bernd und Bärbel Schulz (20 Euro), Roland Dahmen (25 Euro), Rosemarie Pohl (15 Euro), Klaus und Christa Preußer (70 Euro).

Allen Spendern vielen Dank!

Hannes Ewert

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