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Usedom Ins frühere Gardinenhaus soll wieder Leben einziehen
Vorpommern Usedom Ins frühere Gardinenhaus soll wieder Leben einziehen
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00:05 07.02.2017
Passanten bestaunen das frisch sanierte ehemalige Gardinenhaus in Wolgast, Lange Straße 14. Quelle: Foto: Tilo Wallrodt

Seit dem Sommer 2016 war das ehemalige Gardinenhaus in Wolgast, Lange Straße 14, von einem Baugerüst umgeben. Nun sind die Hüllen gefallen und das unter Denkmalschutz stehende Eckhaus mit seinen hübschen Fassaden-Ornamenten in Muschelform strahlt in neuem Glanz. Die Sanierung der äußeren Hülle sei damit abgeschlossen. Nunmehr sei der Innenausbau im Gange, teilt Sebastian Jacobs mit, der das Vorhaben im Auftrag der Rostocker Elgeti-Gruppe koordiniert. „Zum Beispiel werden gerade neue Bäder eingebaut“, informiert er.

Äußere Hülle des Wolgaster Denkmals saniert / Jetzt läuft der Innenausbau

Laut Jacobs war die Sanierung des Hauses mit einem enormen Aufwand verbunden. Das Objekt sei, anders als gehofft, stark vom Hausschwamm befallen gewesen, weshalb ein Großteil der Holzkonstruktion habe erneuert werden müssen. Auch am Dach seien umfangreiche Arbeiten notwendig gewesen. Im Haus befinden sich insgesamt sechs Wohnungen und im Erdgeschoss eine Gewerbeeinheit, für die momentan noch ein Mieter gesucht werde. Einen Interessenten gebe es bereits. Um weiteren Wohnraum zu schaffen, war anfangs beabsichtigt, auch die Dachgeschossbereiche auszubauen, die nie bewohnt waren, sondern nur als Lager dienten. Davon wurde letztlich allerdings Abstand genommen.

Ab Ende März, Anfang April solle nach dem Abschluss des Innenausbaus mit der Vermietung der Wohnungen begonnen werden, so Jacobs weiter. Bis dahin sei auch die Gestaltung des Innenhofes vorgesehen, der von der Kurzen Straße aus zu erreichen ist. Der Bereich solle gepflastert und darauf Parkplätze angeordnet werden. Zudem sei vorgesehen, den Hof mit einer kleinen Mauer zur Straße hin abzugrenzen. Die Gesamtkosten der Sanierung wurden stets mit 700000 bis 800000 Euro angegeben, wobei die Beseitigung des Hausschwamms mit Mehraufwendungen in Höhe von rund 100000 Euro zu Buche schlug. Das Objekt gehört bereits seit 2013 Horant Elgeti von der Rostocker Grundvermögen Nordost Verwaltungsgesellschaft mbH.

Unterdessen will Sebastian Jacobs seine früheren Pläne, auf dem Grundstück Badstubenstraße 32 ein modernes Town-Haus-Projekt zu errichten, in einem zweiten Anlauf doch noch umsetzen. Wie berichtet, gab es zwischen Stadt und Investor zunächst Unstimmigkeiten über die Geschossigkeit jenes der beiden geplanten Häuser, das an den Fischmarkt grenzt. Während Jacobs dreistöckig planen ließ, wollte die Stadt höchstens zwei Geschosse zulassen. Eine Kompromisslösung wurde seinerzeit nicht gefunden, so dass das betreffende Grundstück an die Stadt zurück fiel. Im Nachhinein, so Jacobs, hätten Unstimmigkeiten jedoch ausgeräumt und Einigkeit erzielt werden können.

Tom Schröter

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07.02.2017
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