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Insel-Sozialdemokraten: Wenn Flüchtlinge zu uns kommen, werden wir helfen

Usedom Insel-Sozialdemokraten: Wenn Flüchtlinge zu uns kommen, werden wir helfen

Der Vorstand des Usedomer Ortsvereins beriet am Sonnabend sechs Stunden lang.

Usedom. Eine Herzensangelegenheit der Usedomer Sozialdemokraten wurde am Wochenende formuliert: „Wenn — wie zu erwarten — Flüchtlinge zu uns auf die Insel kommen, werden wir zu ihrer aktiven Hilfe uneingeschränkt bereitstehen.“ Dr. Cornelia Bunczek, die das politische Ansinnen der Insulaner gemeinsam mit Falko Beitz auch im Kreisvorstand der SPD vertritt, formulierte ihre Haltung auch noch so: „Bei allen Schwierigkeiten, die es bei der Unterbringung gibt. Wenn wir die Not der Menschen, die bei uns Aufnahme erfahren, mit unserer eigenen Lage vergleichen, so liegen doch Welten dazwischen.“ Natürlich müssen Wohnraum, Kita- und Schulplätze bereit gestellt werden. Doch dabei komme es immer auf die richtige Perspektive an. Es müsse darum gehen, rechtzeitig praktikable Lösungen zu finden. Nicht darum, nach Gründen zu suchen, warum etwas nicht geht.

Der Vorstand der reichlich 50 Usedomer Sozialdemokraten handelte bei seiner Klausurtagung am Wochenende daneben die ganze Bandbreite der aktuellen Probleme, Sorgen und Nöte der Insel und benachbarten Region ab. Das reichte von Wirtschaft und Tourismus, über Verkehr und Umwelt bis zur Sicherung der medizinischen Versorgung der Inselbewohner und ihrer Gäste. „Wir sind entschieden für den Erhalt des Wolgaster Kreiskrankenhauses und für die kontinuierliche Öffnung der Kinderstation in Anklam“, die zur Zeit aus Gründen des Ärztemangels über die Wochenenden geschlossen ist (die OZ berichtete).

Eine flächendeckende Breitbandversorgung und damit schnelles Internet sehen die Vorständler als unerlässlichen Standortfaktor für Wirtschaft und Tourismus an. Die Straßensanierung wird energisch eingefordert, vor allem und vorrangig die der „Katastrophenpiste“ zwischen Karnin, Mönchow und Wilhelmsfelde. Dabei müsse der Abschnitt in Karnin innerorts für das Jahr 2016 unbedingt als Notmaßnahme vorgezogen werden. Und die SPD bleibt bei ihrer Forderung: Usedom braucht mehr Kreisverkehre wie jenen in Koserow. Ein Gespräch mit dem Leiter des nunmehr zuständigen Straßenbauamtes Neustrelitz sei in Vorbereitung, hieß es dazu.

Das Thema Mindestlohn wird die Genossen weiter beschäftigen. Dazu sind Arbeitnehmerstammtische und eine Veranstaltung mit der Gewerkschaft im Laufe des Jahres geplant.

Weitere Termine für die politische Arbeit: öffentliche Gesprächsrunde mit Günther Jikeli, Polizeivertretern und Bürgern zur inneren Sicherheit am 30. Januar in Usedom;

Gespräch mit Verkehrsminister Christian Pegel am 23. Januar in Koserow (Thema unter anderem die Seebrücke); regelmäßig Bürgersprechstunden.

 



Steffen Adler

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