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Usedom Insel-Weltmeister sprinten im Strandsand zum Hattrick
Vorpommern Usedom Insel-Weltmeister sprinten im Strandsand zum Hattrick
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00:00 29.01.2018
Das einzige Frauenteam am Start bildeten Sonja Schelp (r.) und Danica Schalla aus Horneburg in Niedersachsen. Die zwei extrem sportlichen Freundinnen wurden am Ende des einstündigen Wettbewerbs „Meister der Herzen“. Quelle: Foto: Steffen Adler

Die Aktiven waren erschöpft, das Publikum begeistert. Die elfte Auflage der Strandkorb-Weltmeisterschaft auf Usedom hatte gerade in Ahlbeck eine erfolgreiche Premiere erlebt, da sprach Heringsdorfs Bürgermeister Lars Petersen (CDU) schon die Zukunft an: „Im nächsten Januar werden wir das Ganze noch eine Nummer größer hinstellen.“ Der Kommunalpolitiker zielte damit auf die Arena, in der wohl an die 1000 Schaulustige die Finalläufe am Samstagnachmittag aus nächster Nähe verfolgten. Zuweilen feuerte das Publikum die Sprinter mit rhythmischem Klatschen an, wie es zeitgleich die knapp 12 000 Zuschauer im Ostseestadion taten, um Hansa zum Sieg zu treiben. Erfolgreich, wie man weiß – hier wie dort.

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Korbfest hat Premiere in Ahlbeck / Petersen: Nächstes Jahr noch größer

„Das Usedomer Team um Mayk Borchardt hat mit dem Winterstrandkorbfest und speziell dieser Weltmeisterschaft etwas ganz Besonderes entwickelt, das unsere Unterstützung verdient“, sagte Dr. Elke Halm, Referentin beim Landesmarketing. Von hier kommen nicht nur die beiden 60 Kilogramm schweren Wettkampf-Strandkörbe, sondern auch Zuschüsse in barer Münze. Vergleichbar Spektakuläres gebe es in ganz MV nicht, Potenzial zu einem ähnlichem Event habe lediglich das Sassnitzer Kugelstoßmeeting, das man eventuell an den Strand verlegen könnte. Doch während das bestenfalls Zukunftsmusik ist, sind Borchardt & Co. längst Wirklichkeit. Jedes Jahr im Januar locken sie Heerscharen von Gästen an. So auch die Physiotherapeutin Sonja Schelp und ihre sportbegeisterte Freundin Danica Galla aus Horneburg an der Elbe.

Hatten sie im Vorjahr am Zinnowitzer Strand den Sprint noch aus der Zuschauerperspektive erlebt, gingen beide jetzt – als einziges Frauenteam unter dem Namen „Gesunde Lösung“ – an den Start und hatten damit schon mal viele Sympathien auf ihrer Seite. Zwar reichten die Zeiten nicht fürs Finale, wohl aber für den „Meister der Herzen“, der mindestens ebenso viel Beifall einheimste wie die späteren Sieger, Patrick Lehmann und Robert Ninas. Die Insulaner wiederholten ihren Erfolg von 2016 und 2017. „Wir sind für alles zu haben, was sportlichen Charakter hat und Spaß mit Freunden macht:

Joggen, Triathlon, Mountain Biken und Matschläufe. Das hier auf Usedom ist aber was ganz Besonderes, die Atmosphäre ist einmalig“, bilanzierten die zwei hübschen Frauen in Blau.

Obwohl die alten und neuen Weltmeister dem bestehenden Rekord von 4,92 Sekunden nicht wirklich nahe kamen, wurden sie durch die Konkurrenz heftig gefordert. Und das bei tiefem und daher besonders kräftezehrendem Geläuf. Besonders die späteren Zweitplatzierten Andreas Wille und Silvio Riedel (Korbwerk I) waren harte Konkurrenz, die Bronzemedaille holten Alexander Heiland und Andreas Schröder (Bananabeach). Schön, dass mit zwei Leipzigern auch ein sächsisches Team am Start war, das allerdings alle Chancen durch Sturz einbüßte. So leicht, wie der Korbsprint von draußen ausschaut, ist er eben doch nicht. Kurdirektor Thomas Heilmann bewies hingegen mit Mirko Krentz sportliches Geschick. Und das ganz ohne Training.

Die Resultate

Sieger wurden zum dritten Mal hintereinander Patrick Lehmann und Robert Ninas (Insel Usedom) mit einer Finalzeit von 5,52 Sekunden. Den Silberrang ersprinteten Andreas Wille/Silvio Riedel (Korbwerk I) mit 5,91 Sekunden. Platz drei holte das Team Banana-

Beach (5,77 Sekunden) vor dem Team Kaiserbäder (Thomas Heilmann/Mirko Krentz).

Am Start waren außerdem auch Teams aus Greifswald (Fit-Line), Leipzig und Hornburg.

Im nächsten Jahr wird erneut in den Kaiserbädern das Championat ausgetragen. Veranstalter und Org-team

lobten die enge Zusammenarbeit.

Steffen Adler

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