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Rückrundenfehlstart bei Eintracht Ahlbeck, FSV Karlshagen und Grün-Weiß Usedom.

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Kamil Dziegielewski (l.) gehörte zu den Aktivposten im Ahlbecker Spiel.

Quelle: Andreas Dumke

 

Fußball / Kreisoberliga

Eintracht Ahlbeck —

SV Gützkow 1:6 (0:2)

„Es ist eigentlich kaum zu begreifen, warum wir uns am Ende so einfach geschlagen gegeben haben. Wir müssen schon in der Anfangsviertelstunde ganz klar in Führung gehen“, ärgerte sich Ahlbecks Trainer Andreas Dumke nach dem Spiel gegen den SV Gützkow.

Und tatsächlich hatte die Eintracht eine Vielzahl von Chancen, um so möglicherweise eine komfortable Führung herausarbeiten zu können. Doch weder Trzmiel, der in der 10. und 15. Minute herrlich von Dziegielewski in Szene gesetzt worden war, noch Walczak hatten nicht — freistehend vor dem gegnerischen Torhüter — die Nerven im Zaum halten können. „Freier kann man vor einem Tor nicht zum Abschluss kommen“, so Dumke.

Vom Tabellenführer Gützkow war bis dahin noch nicht viel zu sehen. Erst in der 34. Minute gab es einen Torjubel, dennoch kam die Führung der Gäste etwas überraschend. Es war die erste ernsthaften Chance überhaupt. Ahlbeck spielte jetzt gehemmt, war geschockt. Der Tabellenführer wusste dies geschickt zu nutzen und erzielte den zweiten Treffer. In dieser Situation wurde Eintracht-Keeper Kracht aber ganz klar gestoßen. Der Treffer hätte so also nicht zählen dürfen.

Nach dem Seitenwechsel folgte nur ein kurzes Ahlbecker Aufbäumen. Nach gut 70 Minuten konnten die Gäste auf 3:0 erhöhen. Die Gastgeber ergaben sich jetzt immer mehr ihrem Schicksal, so dass Gützkow jetzt fast nach Belieben Schalten und Walten konnte. Beim Stand von 0:5 erzielte Walczak wenigstens noch den Ehrentreffer. Nur eine Minute später hatte der eingewechselte Szendeleit sogar die Chance auf das 2:5. Er vertändelte allerdings den Ball. Kurz danach fiel im Gegenzug das 1:6.

FSV Karlshagen —

VFC Anklam II 0:5 (0:4) Es gibt Tage, die sollte man möglichst schnell vergessen. Einen solchen hatte die Karlshagener Fußballer erwischt. Zu allem Übel mussten die FSV-er auch noch auf ihre Stützen, wie Bartschies und Gerhardt verzichten.

Die Gastgeber gingen von Beginn an engagiert zur Sache, sie scheuten keinen Zweikampf und suchten zügig den Weg nach vorn. Aber spätestens am Strafraum der Gäste waren sie mit ihrem Fußball-Latein am Ende. Allerdings brachten auch die Anklamer bei den stürmischen Windverhältnissen spielerisch nicht viel auf die Reihe. Doch zumindest wussten sie, wo das Karlshagener Tor steht. Nach dem 0:1 (23.) klingelte es noch drei weitere Male (25./36./41.) bis zum Pausenpfiff. Dabei verletzte sich Keeper Aselmann, er musste durch Hoffstädt ersetzt werden. „Es war wenigstens erfreulich, dass unsere Jungs nicht die Köpfe hängen ließen. Sie waren nach dem Seitenwechsel zumindest um Schadensbegrenzung bemüht“, sagte FSV-Betreuer Mike Beuster. Möglichkeiten zum Ehrentreffer waren allemal vorhanden, doch weder Schlieter noch Pagel und Steffens trafen ins Ziel. Unterdessen musste Schlussmann Hoffstädt kurz vor Ende der Partie noch ein weiteres Mal (84.) hinter sich greifen.

Grün-Weiß Usedom —

SV Murchin/Rubkow 0:2 (0:0) Der SV Grün-Weiß Usedom hatte sich im Lokalderby sehr viel vorgenommen, musste dann aber erkennen, dass der Ausfall von sieben Leistungsträgern nicht zu verkraften war. Trotzdem hätte das Spiel auch anders ausgehen können. So vergaben Prella und Bergmann sehr gute Chancen zum 1:0. Auch ein Freistoß von Steffen Kracht, aus günstiger Position getreten, verpuffte. Ein paar Minuten später war auch Frank Heidmann nicht vom Glück verflogt, auch sein Schuss ging daneben.

Die Murchiner kamen vor allem über den rechten Flügel gefährlich auf, so dass F. Heidmann und Remo Radünz einige Probleme bekamen. Sehr viele Großchancen vor dem von Wolff gehüteten Grün-Weiß-Kasten ergaben sich jedoch nicht. Die zweite Halbzeit begann mit einem Aufreger. Bergmann dribbelte in der 52. Minute in den gegnerischen Strafraum und wurde dort unsanft in die Tieflage befördert. Statt der fälligen Strafstoßentscheidung zeigte der Schiedsrichter zur Ecke. „Das war ein Skandal", ärgerte sich Remo Radünz.

Die Gäste drückten ständig und kamen dann auch mit einem 18-Meter-Schuss (67.) zur Führung. Anschließend waren die Usedomer nicht mehr in der Lage, das Blatt zu wenden. Lediglich ein Fernschuss von F. Heidmann verfehlte Murchins Kasten knapp. Ein sehr umstrittener Foulstrafstoß — Raddatz soll der Übeltäter gewesen sein — brachte in der 83. Minute die Entscheidung für Murchin/Rubkow. „Sicher war der Gegner klar feldüberlegen und er hatte auch spielerische Vorteile, doch wir besaßen die besseren Chancen. Leider beeinflusste der Schiedsrichter mit zwei krassen Fehlentscheidungen das Spiel zu unseren Ungunsten", ärgerte sich Grün-Weiß-Trainer Uwe Heidmann.

Leider beeinflusste der Schiedsrichter das Spiel zu unseren Ungunsten.“Uwe Heidmann, Trainer

Adrian Lünemann, Raymond Siewert und Wolfgang Dann

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