Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 2 ° Sprühregen

Navigation:
Insolvenz stoppt Arbeiten in Karlshagen

Karlshagen Insolvenz stoppt Arbeiten in Karlshagen

Die Gartenstraße sollte eigentlich Ende der Woche fertig werden, doch daraus wird nichts

Voriger Artikel
Weitere Großdemo fürs Krankenhaus
Nächster Artikel
Sozialdemokraten zu Ortsumgehung: Wann geht’s los?

Hier ist vorläufig Schluss in der Gartenstraße: Seit Montag ruhen die Arbeiten in Karlshagen.

Quelle: Hannes Ewert

Karlshagen. Viele Jahre galt die Gartenstraße als Sorgenkind des Ortes. Schlaglöcher, bucklige Piste und viele Schäden – sie musste dringend saniert werden. Seit März dieses Jahres rollten die Bagger in der Straße. Am 31. Oktober sollte die Straße fertig sein, doch eine Woche vor dem Abschluss meldete die mit den Arbeiten beauftragte Firma aus Alt Tellin bei Jarmen Insolvenz an. Bis auf Weiteres ruhen die Arbeiten in der Gartenstraße. Bis zum Schluss hätten nur 40 Meter gefehlt.

 

OZ-Bild

Eine Woche vor dem Ende der Bauarbeiten geht die Firma pleite. Schlimmer hätte es uns als Gemeinde nicht treffen können.“Christian Höhn, Bürgermeister

Quelle:

Gartenstraße

650 Meter Straße wurden in der Gartenstraße von grundauf saniert.

300 Meter Trinkwasserleitungen wurden durch den Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung Insel Usedom erneuert.

Gleichzeitig fanden Reparaturarbeiten durch den Zweckverband an der Entwässerung statt.

450000 Euro ließ sich die Gemeinde Karlshagen diese Baumaßnahme in der Gartenstraße kosten.

„Es handelt sich dabei nur um 240 Quadratmeter Pflasterarbeiten“, sagt Siegward Schmidt vom Planungsbüro aus Neuenkirchen bei Greifswald. Er hält die Fäden für den Bau in der Hand. „Am Mittwoch wurde die Straßenbeleuchtung ordnungsgemäß abgenommen. Die ist in einem guten Zustand. Auch der Rest der Straße ist so gut wie fertig. Einzelne Hofeinfahrten müssen noch gemacht werden. Die Nachricht, dass die Firma Insolvenz anmeldet und damit nicht mehr arbeitet, traf uns aus heiterem Himmel“, erklärt Siegward Schmidt auf Nachfrage der OZ.

Nach Aussagen von Schmidt soll ein Streit mit den Sozialkassen der Auslöser für die Insolvenz gewesen sein. „Es standen noch Nachzahlungen in sechsstelliger Höhe aus. Die kamen wohl nicht, und das Finanzamt wollte auch sein Geld haben. So kam das Unternehmen in Zahlungsschwierigkeiten und meldete die Insolvenz an“, erklärt Schmidt.

Wie geht es jetzt weiter? „Bis zum 31. Oktober hätte die Firma Zeit gehabt , die Arbeiten zu erledigen. Das klappt allerdings nicht. Heißt also, dass sich ein Insolvenzverwalter um die Angelegenheit kümmern muss“, erzählt der Ingenieur aus Greifswald. Es kann sein, dass erst in vier bis sechs Wochen dazu eine Entscheidung getroffen werden kann.

450 000 Euro wurden in die Baumaßnahme gesteckt. In dem rund 650 Meter langen Abschnitt zwischen der Hauptstraße und der Niederstraße wurden die Betonplatten durch Pflastersteine ersetzt. Auch die Beleuchtung und Regenentwässerung wurden erneuert.

„Diese Nachricht kommt wohl zum ungünstigsten Zeitpunkt überhaupt. Damit hat niemand gerechnet, und es trifft uns sehr hart“, sagt Bürgermeister Christian Höhn auf Nachfrage. „Für uns bedeutet dies einen Rückschritt. Nicht nur, dass die Arbeiten in der Gartenstraße nicht fertig werden, auch die Randerscheinungen des Baues bleiben auf der Strecke. Zum Beispiel der riesige Schutthaufen am Ortsausgang nach Peenemünde. Dieser muss auch geräumt werden“, sagt Höhn. Das Planungsbüro müsse nun eine andere Firma beauftragen, die die Arbeiten zu einem guten Preis zu Ende zu bringen“, erklärt Höhn. „Das Problem sind noch die Grundstückszufahrten. Wir haben im Vorfeld geklärt, dass sich die Anwohner keine Sorgen um ihre Einfahrten machen müssen. Auch die zweijährigen Gewährleistungsansprüche der Gemeinde verfallen laut Höhn mit der Insolvenz der Firma. „Das wird schwierig“, sagt er.

Der Baustopp betrifft allerdings nur die Anwohner im hinteren Teil der Straße. „Die Kreuzung wurde fertig gestellt, und darüber sind wir auch sehr froh“, sagt Höhn. Er hofft, dass für die Anwohner eine zufriedenstellende Lösung gefunden wird. „Jetzt haben sich alle auf die Fertigstellung gefreut, und nun passiert so etwas. Das will natürlich keiner“, sagt er.

In dieser Woche wurde die Baustelle mit einem Zaun abgesperrt. Es sieht aus, als würde es jeden Augenblick weitergehen, doch der Baustelle fehlen die Bauarbeiter.

Die zuständige Firma in Alt Tellin war gestern telefonisch nicht zu erreichen.

Hannes Ewert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
OZ-Bild
mehr
Mehr aus Usedom
Verlagshaus Zinnowitz

Neue Strandstraße 31
17454 Ostseebad Zinnowitz

Öffnungszeiten:
Mo. bis Fr. von 10:00 bis 17:00

Leiter Lokalredaktion: Dr. Steffen Adler
Telefon: 03 83 77 / 36 10 14
E-Mail: zinnowitz@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz ? Ostsee-Zeitung Hilfe Aktion Wohltaetigkeit Teaser der den User auf die Seite "Helfen bringt Freude" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Helfen bringt Freude“ 2015-11-30 de Aktion Helfen bringt Freude Seit 27 Jahren engagieren sich unsere Leser zusammen mit der OZ für sozial schwache Familien, Kinder sowie gemeinnützige Projekte in Mecklenburg-Vorpommern. Wie Sie in diesem Jahr helfen können, erfahren Sie hier.
Beilagen
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist